PC-Markt: Intel findet Interessenten für McAfee
Die Finanzinvestoren Thoma Bravo, Permira, Vista Equity Partners und weitere haben Interesse an einem Kauf von Intels Sicherheitssparte McAfee. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Intel hat sich bereits von Banken für den Verkauf beraten lassen, aber noch keine Bank für den Verkauf engagiert.
Intel könnte laut den Informationen auch noch entscheiden, den Bereich nicht zu verkaufen. Die britische Financial Times hatte im vergangenen Monat berichtet, dass Intel sich von dem Bereich trennen wolle. Intel leidet weiterhin unter dem rückläufigen PC-Markt und hatte einen Abbau von 12.000 Stellen angekündigt. Das Unternehmen wolle sich von PC-Markt-Aktivitäten trennen und sich stärker auf Server-CPUs und Technologie für Rechenzentren und Cloud konzentrieren. Im Cloud-Bereich werden 60 Prozent des Umsatzes und 40 Prozent des Gewinns generiert.
Intel und Permira haben auf Anfrage von Bloomberg einen Kommentar abgelehnt.
McAfee: Operativ weit unter dem Durchschnitt
McAfee gehört zum Bereich Software und Services bei Intel. Im Jahr 2015 trug der Bereich einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar und einen operativen Gewinn in Höhe von 210 Millionen US-Dollar zum Konzernergebnis bei. Damit liegt die operative Marge um weniger als die Hälfte unter dem Durchschnitt.
Intel hatte das Unternehmen vor sechs Jahren für 7,7 Milliarden US-Dollar gekauft. Ein Verkaufspreis dürfte wieder in dieser Höhe oder höher liegen.
Bei der Übernahme von McAfee im Jahr 2010 hatte Intel angekündigt, die Sicherheitssoftware in seine Chips zu implementieren. Doch sechs Jahre später ist dieser Plan noch immer nicht abgeschlossen.
Intel hatte nach verschiedenen Skandalen um den Firmengründer John McAfee die Umfirmierung in Intel Security vollzogen, nennt die Produkte aber weiterhin McAfee.
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