PC-Markt: Dell bemerkt sehr geringes Interesse an Windows 11

Dell hat in einem aktuellen Telefonat mit Aktionären ein sehr langsames Wachstum für Windows 11 angesprochen. Das Unternehmen sieht wohl bei Kunden, dass die Umstellung von Windows 10 auf das neuere Betriebssystem merklich länger dauert als bei der vorigen Generation. "Wir haben die Windows-11-Umstellung noch nicht vervollständigt" , sagt COO Jeffrey Clarke im Call(öffnet im neuen Fenster) . "Mit Windows 11 liegen wir zu diesem Zeitpunkt 10 bis 12 Punkte hinter der vorherigen Generation zurück."
Laut Clarke gibt es deshalb ein großes Potenzial, im Bereich der Client-PC-Sparte 2026 zu wachsen. Schließlich seien 500 Millionen PCs noch immer nicht umgestellt worden, obwohl sie für ein Upgrade kompatibel wären. Weitere 500 Millionen PCs seien mehr als vier Jahre alt und nicht standardmäßig für ein Windows-11-Upgrade ausgelegt. Hier wäre etwa ein Neukauf denkbar. "Das sind allesamt hervorragende Möglichkeiten, auf Windows 11 und moderne Technologie umzusteigen" , sagt der COO.
Großes Plus bei Servern erwartet
Insgesamt konnte Dell ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Das liegt unter anderem daran, dass Kunden auf neuere Server-Hardware umsteigen und KI-Server für ihre Rechenzentren einkaufen. Im kommenden Jahr soll der Umsatz noch einmal um 32 und anschließend 17 Prozent ansteigen. Der Grund: Kunden nutzten teils sehr alte Server-Hardware und würden neue Server kaufen, so Dell.
Dazu kommt, dass solche Enterprise-Racks merklich teurer werden, da Flash-Speicher-Preise bereits enorm gestiegen sind und weiter ansteigen werden. Diese Preise werden Unternehmen wie Dell direkt auf Kunden umlegen und damit den Umsatz steigern können. Die Dell-Aktie konnte durch die Neuigkeiten um 2,46 Prozent zulegen. Insgesamt konnte der Konzern im Vergleich zum Vorjahr etwas mehr als 8 Prozent an Börsenwert gewinnen.