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PC-Krise: Intel will über 5.000 Stellen streichen

Als Folge der sinkenden Umsätze im PC-Geschäft will Intel im laufenden Jahr fünf Prozent seiner 107.000 Arbeitsplätze streichen. Künftig will sich der Chiphersteller auf schneller wachsende Bereiche wie Tablets konzentrieren.
/ Steve Haak
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Das Intel-Logo am Firmensitz des Konzerns in Santa Clara/Kalifornien (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Das Intel-Logo am Firmensitz des Konzerns in Santa Clara/Kalifornien Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Intel will seine Belegschaft im Jahr 2014 um rund 5 Prozent verringern. Laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) sollen über 5.000 der weltweit 107.000 Stellen gestrichen werden. Ein Unternehmenssprecher hat den Stellenabbau bestätigt.

Die Ankündigung kommt wenige Tage, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das vierte Quartal 2013 bekanntgegeben hat. Zwar konnte der Gewinn auf 2,6 Milliarden US-Dollar gesteigert werden, der Umsatz im PC-Markt brach jedoch um zehn Prozent ein.

Zum Grund für den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen sagte Intel-Sprecher Chris Kraeuter: "Das ist Teil einer Neustrukturierung unserer Mitarbeiter, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden." Zuvor hatte Chief Financial Officer Stacy Smith auf einer Telefonkonferenz mit Analysten gesagt, dass Intel sich künftig auf schneller wachsende Bereiche wie Server, Low-Power-Chips und Tablets konzentrieren wolle.

Server-CPUs und -Systeme sind im vergangenen Quartal Intels wachstumsstärkster Bereich gewesen. Der Umsatz der Data Center Group war um acht Prozent gestiegen.

Trend zu Smartphones und Tablets verschlafen

Intel-Aufsichtsratschef Andy Bryant hatte zugegeben, dass der Chiphersteller den Trend zu mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones unterschätzt habe. Die Informationen, um den Wandel vorherzusehen, seien verfügbar gewesen, aber Intel habe ihn verpasst. "Es war mir persönlich peinlich, dass wir scheinbar die Richtung verloren haben", sagte Bryant.

Intel will seine Produktion von Tablet-Chips dieses Jahr von 10 Millionen im Jahr 2013 auf 40 Millionen Einheiten vervierfachen. Gleichzeitig soll der Einbau der Chips für Hersteller mobiler Geräte subventioniert werden, indem Teile der Fertigungskosten übernommen würden.

Unterdessen kann Intel eine seiner teuersten neuen Anlagen nicht auslasten und lässt die Fab 42 in Chandler, Arizona, ungenutzt. Die Fabrik sollte 1.000 neue Jobs für die Region bringen und hat 5,2 Milliarden US-Dollar gekostet. Produktionsbeginn für die Chipfabrik sollte Ende 2013 sein.


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