PC-Krise: Intel lässt Fünf-Milliarden-Dollar-Fabrik leer stehen
Intel hat bestätigt, dass die Fab 42 in Chandler im US-Bundesstaat Arizona weiterhin ungenutzt bleibt. Das berichtet die Tageszeitung Arizona Republic(öffnet im neuen Fenster). Kein Arbeiter ist in der Fabrik tätig, die 1.000 neue Jobs für die Region bringen sollte.
Laut Intel-Sprecher Chuck Mulloy seien die Arbeitsplätze aber geschaffen worden, die Beschäftigten würden anderswo auf Intels Ocotillo Campus eingesetzt. "Es wird für zukünftige Technologien zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden", sagte Mulloy über das neue Gebäude. Angaben dazu, wann das passieren wird, machte er nicht.
Intel hat laut dem Bericht gegenwärtig rund 11.900 Vollzeitbeschäftigte auf seinen beiden Campus in Chandler.
Intel-Chef Paul Otellini hatte während eines Besuchs von US-Präsident Barack Obama am 18. Februar 2011 den Bau der neuen Fab 42 für 5,2 Milliarden US-Dollar angekündigt. Mit der neuen Chipfabrik würden tausende Arbeitsplätze geschaffen, sagte Otellini. Obama nannte die Fabrik ein Beispiel für die Produktion eines künftigen Amerika.
Die Fab 42 sollte Ende 2013 mit der Produktion beginnen und Transistoren mit einer Strukturgröße von 14 nm herstellen können. Baubeginn war Mitte des Jahres 2011.
Im Oktober 2010 hatte Intel bereits angekündigt, seine Fertigung in den USA stark auszubauen, und dafür Steuererleichterungen gefordert. "Wenn der Bau abgeschlossen ist, wird die Fab 42 die modernste High-Volume-Halbleiterfabrik der Welt sein", sagte Otellini. Der Prozessorhersteller wollte sechs bis acht Milliarden US-Dollar für den Aus- und Aufbau seiner Fabriken in Arizona und Oregon ausgeben.
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