PC-Krise: Hewlett-Packard baut 5.000 Stellen mehr ab
Hewlett-Packard wird 5.000 Arbeitsplätze mehr im Konzern abbauen als ursprünglich geplant. Das gab der PC-Hersteller in einer Mitteilung des Konzerns(öffnet im neuen Fenster) an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) bekannt. Zuvor hatte Hewlett-Packard bereits die Streichung von 29.000 Arbeitsplätzen angekündigt.
Der Abbau von 27.000 Jobs wurde im Mai 2012 angekündigt, im September 2012 weitete das Management die Planungen auf 29.000 aus.
"Aufgrund des anhaltenden Drucks auf den Markt und das Geschäft zum 31. Oktober 2013 erwartet HP, zusätzlich 15 Prozent der 29.000 Stellen oder insgesamt rund 34.000 Stellen zu streichen", so das Unternehmen in seinem Jahresbericht an die SEC. Hewlett-Packard hat gegenwärtig weltweit 331.800 Beschäftigte, der Stellenabbau soll bis Oktober 2014 abgeschlossen sein.
Hewlett-Packard hatte angekündigt, im Rahmen der Massenentlassungen in Deutschland seine Niederlassung in Rüsselsheim zu schließen. Der Standort bietet IT-Service für große Unternehmen: 850 der rund 1.200 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Bis zu 200 Mitarbeiter will der US-Konzern bei seinem Großkunden Opel unterbringen. Die verbleibenden Beschäftigten sollen auf andere Standorte des Unternehmens in Deutschland verteilt werden. Volker Stichter, Betriebsratsvorsitzender bei Hewlett-Packard in Rüsselsheim, nannte das Vorgehen(öffnet im neuen Fenster) "schäbig und skrupellos". Es werde "bewusst in Kauf genommen, dass sozial Schwache, Alleinerziehende, Ältere und generell Personen mit Belastungen ihren Arbeitsplatz verlieren und es schwer haben, einen neuen zu finden. " Es gab zu der Zeit der Bekanntgabe des Stellenabbaus 10.400 Beschäftigte bei Hewlett-Packard in Deutschland.
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