PC-Hardware: Modder baut "atmenden" Blasebalg-Computer

Leise dank Magneten und elektrischen Wasserpumpen: Der Highend-PC wird durch eine äußerst ungewöhnliche Konstruktion gekühlt.

Artikel veröffentlicht am ,
Matt neben seinem riesigen Blasebalg-Computer
Matt neben seinem riesigen Blasebalg-Computer (Bild: DIY Perks)

Es gibt Ideen, auf die kommt wohl eigentlich niemand - Matt von DIY Perks hatte sie dennoch: Er hat ein Gehäuse entwickelt, das wie ein gigantischer Blasebalg arbeitet und damit sogar einen Highend-PC extrem leise auf niedrigen Temperaturen hält.

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Ursprünglich wollte Matt nur ein System mit einer experimentellen Methode bauen, das sehr viel Luft ohne Lüfter bewegen kann. Das Prinzip dahinter erinnert an einen Blasebalg: In einem fast mannshohen Kasten bewegt sich eine vertikale Plexiglasscheibe und schiebt dabei fast das komplette Volumen hinaus ins Freie.

Die Scheibe ist doppelt ausgelegt und hat in der Mitte ein von Magneten umrandetes Loch, durch welches ein horizontal montiertes Plexiglasrohr verläuft. In diesem befindet sich ein weiterer Magnet, welcher die Doppelscheibe bewegt, indem er durch Wasserdruck hin- und her geschoben wird. Hierfür setzt Matt auf mehrere Pumpen, die in Reihe geschaltet wurden.

Wie eine Lungenmaschine, die atmet

Oben und unten befinden sich zwei weitere Rohre, auf denen die gummierten Räder der beiden Scheiben rollen. Cooles Detail: Das mittlere Rohr wurde links und rechts dort, wo es am Kasten befestigt ist, ebenfalls mit Magneten versehen. Nähert sich die Doppelscheibe, bremst sie ab, noch bevor die Pumpen das Wasser in die Gegenrichtung schießen. Dadurch wirkt die Konstruktion wie eine Lungenmaschine und erweckt den Eindruck, zu atmen.

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Für den eigentlichen Rechner hat Matt den Kasten mit MDF-Holzplatten so erweitert, dass die Luft nach oben gedrückt wird. Dort befindet sich ein weiterer Kasten samt dem passiv gekühlten Netzteil und einer Wasserkühlung, an welche der PC angeschlossen ist. Das System weist sich nach innen öffnende Klappen auf, die wie ein Ventil wirken, so dass Luft immer nur von einer Seite einströmen und durch den 360-mm-Radiator nach oben entweichen kann.

Der PC besteht aus einem Ryzen 9 5950X und einer Geforce RTX 3080, beide zusammen haben eine Leistungsaufnahme von über 450 Watt zuzüglich weiterer Komponenten. Im Test mit Prime95 für den Prozessor und Furmark sowie Superposition für die Grafikkarte erhitzten sich beide Bauteile nicht stärker als auf rund 60 Grad Celsius.

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Projekt fast gescheitert

Matt will das Blasebalg-System noch optimieren, denn die zufallenden Klappen sind nicht komplett lautlos - hier sollen künftig Magnete die Bewegung bremsen. Apropos Magnet: Fast wäre das Projekt gescheitert, weil beim Zusammenbau das mittlere Plexiglasrohr gebrochen ist und über 40 andere den falschen Innendurchmesser hatten.

Der Bastler aber wusste sich zu helfen und hat den Magnet in einem Nickel-Ionen-Bad versenkt (Galvanik), damit er immerhin 0,4 mm zusätzlichen Durchmesser erhielt und dann doch noch wie angegossen in ein Rohr hineinpasste.

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Ach 12. Jul 2021

Wo? Ich hab zwar fleißig nachgeschaut, aber die Posts mit dem "hoch potentem Kühlkonzept...

Norcoen 09. Jul 2021

Kann mich nur nicht mehr erinnern von wem, aber die Videos gabs auch schon auf youtube...

most 08. Jul 2021

Ja, "peacefull quality" und "relaxing" würde ich das nicht nennen, eher genau das...



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