PC-Handel: Meltdown und Spectre sollen sich nicht auf Verkauf auswirken

Auf die Verkäufe von PCs sollen sich die Schwachstellen Meltdown und Spectre im laufenden Jahr nicht auswirken, glauben Analysten. Die Verkäufe von klassischen Notebooks und Desktop-PCs sollen zwar sinken, dies soll aber durch Verkäufe besonders dünner Laptops ausgeglichen werden.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der Meltdown auf einer Intel-CPU (Symbolbild)
Der Meltdown auf einer Intel-CPU (Symbolbild) (Bild: Marc Sauter/PC Games Hardware/Montage: Oliver Nickel)

Die schwerwiegenden Schwachstellen in Computerchips werden nach Einschätzung von Marktforschern keinen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des PC-Marktes im Jahr 2018 haben. Es sei zwar möglich, dass sich mit neuen sicheren Chips in der zweiten Jahreshälfte mehr Unternehmen für einen schnelleren Austausch ihrer Computer entscheiden, sagte Analyst Ranjit Atwal vom IT-Marktforscher Gartner. Aber zugleich könnten einige geplante PC-Käufe im früheren Jahresverlauf aufgeschoben werden. "Unterm Strich rechnen wir nicht mit großen Ausschlägen", sagte Atwal.

Leichter Zuwachs bei den Verkäufen

Gartner rechnet damit, dass in diesem Jahr 264 Millionen Personal Computer verkauft werden - ein kleiner Zuwachs von zwei Millionen Geräten. Dabei werde aber der Absatz klassischer Notebooks und Desktop-Rechner von 204 auf 193 Millionen Geräte zurückgehen, während die Zuwächse bei neuen besonders dünnen Laptops und Windows-Tablets diesen Rückgang mehr als ausgleichen.

Für 2019 rechnet Gartner mit ähnlichen Größenordnungen. Die mehrjährigen Austauschzyklen sorgten dafür, dass sich die sehr dünnen Laptops nicht noch schneller ausbreiteten, sagte Atwal.

Absatz bei Smartphones soll steigen

Bei den Smartphones rechnet Gartner in diesem Jahr mit einem Absatzplus von 6,2 Prozent. Die Geräte dürften den Anteil einfacher Handys auf nur noch 13 Prozent schrumpfen lassen, hieß es in der am 29. Januar 2018 vorgestellten Prognose. Zum Jahr 2021 werde knapp jedes zehnte neue Smartphone die nächste superschnelle Datenfunkgeneration 5G unterstützen.

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