PC-Gaming: Valve erklärt das HDMI-Problem der Steam Machine

Als Valve seine Steam Machine vorstellte, stieß vor allem der HDMI-Anschluss auf Kritik und Verwirrung. Nach offiziellen Angaben des Herstellers ist der HDMI-Port lediglich als HDMI 2.0 klassifiziert, obwohl viele der beworbenen Funktionen auf den ersten Blick wie Eigenschaften eines HDMI 2.1-Anschlusses wirken.
Tatsächlich liegt das Problem weniger in der Hardware begründet: Valve selbst erklärte gegenüber Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) , die verbaute HDMI-Schnittstelle sei grundsätzlich mit HDMI 2.1 kompatibel.
Der Grund für die offizielle HDMI-2.0-Zertifizierung liege in der Software: SteamOS, das Betriebssystem der Steam Machine, basiert auf Linux. Dessen verwendete Open-Source-Grafiktreiber können derzeit nicht alle Anforderungen erfüllen, die das HDMI Forum an eine legitime HDMI-2.1-Lizenz stellt.
Displayport als Alternative
Um dennoch moderne Bildausgabe zu ermöglichen, nutzt Valve einen Trick: Durch Chroma Subsampling, also eine Reduzierung der Farbauflösung, kann die Steam Machine 4K bei 120 Hz über HDMI 2.0 ausgeben.
Allerdings geht das auf Kosten der Farbtiefe und Bildqualität, und einige Funktionen von HDMI 2.1, etwa adaptive Synchronisation via HDMI-VRR oder bestimmte HDR-Features, sind dadurch in der Praxis limitiert oder deaktiviert.
Als Alternative empfiehlt Valve den Einsatz von Displayport 1.4. Dieser bietet laut Hersteller bis zu 4K mit 240 Hz oder sogar 8K mit 60 Hz und ist daher für viele moderne Monitore und High-Refresh-Set-ups besser geeignet.
Für Nutzer bedeutet das konkret: Wer die Steam Machine an einen Fernseher oder Monitor anschließt, kann zwar 4K und via HDMI 2.0 bis 120 Hz erreichen. Doch echte HDMI-2.1-Funktionalität mit voller Farbtiefe, HDR, variablem Refresh und künftigen Features hängt davon ab, ob Valve und das HDMI Forum eine Lösung für die Linux-Treiberlage finden.
Die Steam Machine soll im Frühjahr 2026 auf den Markt kommen, ein konkretes Datum und einen Preis hat Valve noch nicht genannt. Parallel soll es ein VR-Headset namens Steam Frame und einen neuen Steam Controller geben.