PC-Gaming: Valve deutet niedrige Hürden für Steam Machine Verified an

Valve hat über die Anforderungen für das neue Programm Steam Machine Verified gesprochen und dabei deutlich geringere Hürden in Aussicht gestellt als beim bekannten Steam Deck Verified. Titel, die bereits den Verified-Status auf dem Steam Deck tragen, sollen grundsätzlich auch auf der Steam Machine als verifiziert gelten.
Wie das Unternehmen gegenüber dem Magazin Game Developer erläuterte(öffnet im neuen Fenster) , sollen Entwickler ihre Spiele nicht erneut aufwendig anpassen müssen, um auf der neuen Hardware als kompatibel zu gelten.
Zusätzliche Einschränkungen, etwa bei Auflösung, Performance oder Eingabemethoden, will Valve offenbar vermeiden.
Damit unterscheidet sich der Ansatz vom Steam Deck, bei dem die Zertifizierung an feste Hardware-Grenzen geknüpft ist. Die Steam Machine ist als leistungsstärkeres, stationäres System gedacht, das näher am klassischen PC liegt.
Der kleine Kasten soll mehr Spielraum bei Grafikoptionen, Bildraten und Peripherie erlauben. Entsprechend soll das Verified-Label vor allem Orientierung für Nutzer bieten, ohne Entwickler mit neuen formalen Vorgaben zu belasten.
Valve kündigte zudem Verbesserungen bei der Controller-Anbindung an. Gemeint ist kein eigenständiges Eingabegerät, sondern das Steam Controller Puck. Dabei handelt es sich um eine dedizierte Funk- und Pairing-Lösung, die Controller stabil und latenzarm mit der Steam Machine verbindet. Ziel ist es, typische Bluetooth-Probleme im Wohnzimmer zu umgehen und die Nutzung mehrerer Controller zu vereinfachen.
Valve kündigte im Herbst 2025 an, die Steam Machine als kompakten Gaming-PC zurückzubringen und das Angebot um weitere Hardware zu ergänzen. Alle Geräte setzen auf SteamOS und sollen direkt auf die Steam-Bibliothek zugreifen können. Anders als beim Steam Deck steht nicht Mobilität, sondern ein konsolenähnliches Erlebnis am Fernseher im Mittelpunkt.
Konkrete Angaben zu Erscheinungstermin und Preis der Steam Machine stehen weiterhin aus. Hier liegt auch die größte offene Frage: Branchenweit steigende RAM-Preise könnten die Kalkulation spürbar beeinflussen und das Gerät deutlich teurer machen als klassische Konsolen.
Ob Valve dennoch an einem aggressiven Preis festhält oder höhere Kosten an Käufer weitergibt, dürfte entscheidend dafür sein, wie attraktiv die Hardware am Markt tatsächlich wird.



