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PC-Gaming: Nvidia zeigt neue Grafiktechnik für The Witcher 4 und 007

GDC 2026
Wälder in The Witcher 4, Licht in 007 James Bond und Reflexionen in Resident Evil Requiem: Nvidia hat neue Grafiktechnologien angekündigt.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von The Witcher 4 (Bild: CD Projekt Red)
Artwork von The Witcher 4 Bild: CD Projekt Red

Nvidia hat auf der GDC 2026 mehrere Grafiktechnologien zum Einsatz in kommenden Spielen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen DLSS 4.5, Fortschritte beim Path Tracing und neue Tools für Entwickler.

Eine der wichtigsten Ankündigungen betrifft The Witcher 4. CD Projekt Red arbeitet gemeinsam mit Nvidia an einem neuen Vegetationssystem auf Basis von RTX Mega Geometry. Dadurch lassen sich extrem komplexe Szenen effizient berechnen.

Das soll in The Witcher 4 erstmals auch für Wälder funktionieren. Das System kombiniert die RTX Mega Geometry mit sogenannten Opacity Micromaps, die Raytracing durch komplexe Blattstrukturen beschleunigen.

So sollen dichte Landschaften mit Millionen Pflanzen, individuellen Animationen sowie physikalisch korrekten Licht- und Schatteneffekten möglich werden. Schade: The Witcher 4 wurde auf der GDC nicht gezeigt, Nvidia beschränkte sich auf technische Einblicke und Erklärungen der geplanten Integration.

007 mit Path Tracing viel schöner

Konkreter wurde das Unternehmen beim kommenden Actionspiel 007 First Light von IO Interactive. Die PC-Version nutzt Path Tracing in Kombination mit DLSS 4.5 und Reflex, um eine möglichst filmische Darstellung zu erreichen.

In Präsentationen zeigten die Entwickler Szenen aus Missionen in der Slowakei und in London. Mit aktiviertem Path Tracing wirken Schatten, Ambient Occlusion und Reflexionen deutlich realistischer. Flaschen und Gläser reflektieren korrekt auf glänzenden Oberflächen, Stoffe werfen präzisere Schatten, und indirektes Licht verteilt sich physikalisch korrekt im Raum.

Wie groß der Unterschied sein kann, ließ sich auch an einer spielbaren Demo von Resident Evil Requiem erkennen, die Nvidia vor Ort zeigte. Golem konnte dort direkt vergleichen, wie dieselbe Szene mit und ohne Path Tracing wirkt.

Mit der Technik erscheinen Schatten präziser, Reflexionen realistischer, und viele Details in Materialien oder Schriftzügen werden erst sichtbar, weil Licht korrekt von Oberflächen zurückgeworfen wird.

Manche Elemente, etwa kleine Beschriftungen oder Lichtreflexe auf Metall und Glas, gehen ohne Path Tracing praktisch komplett unter. Der Unterschied wirkt im direkten Vergleich erstaunlich deutlich.

Mehr Frames generieren

Path Tracing ist allerdings sehr rechenintensiv. Deshalb kombiniert Nvidia die Technik mit DLSS 4.5. Das Upscaling-System nutzt ein neues Transformer-Modell der zweiten Generation, das Bilddetails früher im Rendering analysiert und rekonstruiert.

Neu ist außerdem Dynamic Multi Frame Generation. Die Technik kann bis zu sechs zusätzliche Frames generieren und den Multiplikator dynamisch anpassen, etwa abhängig von der aktuellen Systemlast oder der Bildwiederholrate des Monitors. Ziel ist es, auch bei sehr aufwendiger Grafik stabile Bildraten zu erreichen.

Damit die zusätzliche Frame-Generierung nicht zu spürbarer Eingabeverzögerung führt, kommt Nvidia Reflex zum Einsatz. Die Technik optimiert die Rendering-Pipeline so, dass Eingaben möglichst spät verarbeitet werden und die Latenz minimiert wird. Selbst bei aggressiver Frame-Generierung soll das Spiel dadurch weiterhin sofort reagieren.

Außerdem kündigte Nvidia weitere DLSS-4.5-Integrationen an, etwa für Control Resonant oder Tides of Annihilation. Insgesamt sollen rund 20 kommende Spiele die neuen Technologien unterstützen.

Auch rund um Modding und Entwicklerwerkzeuge gab es Neuigkeiten. Die Plattform RTX Remix erhält ein erweitertes Partikelsystem mit physikalischen Effekten, dynamischen Animationen und zufälligen Variationen. Demonstriert wurde das unter anderem mit einer neuen Version von Quake 3 RTX, in der sich auch Golem mit dem Rocket Launcher austobte.

Parallel baut Nvidia seine KI- und Cloud-Werkzeuge weiter aus. Neue Funktionen in ComfyUI sollen Storyboarding und Videogenerierung beschleunigen, während Geforce Now zusätzliche Features für Streaming, VR-Headsets und cloudbasierte Spieletests erhält.


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