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PC-Gaming: Nvidia verschiebt offenbar neue Gaming-GPUs massiv

Die RTX-50-Super-Modelle sollen 2026 komplett ausfallen, die nächste Nvidia -Generation mit dem Codenamen Rubin verzögert sich massiv.
/ Peter Steinlechner
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Artwork der Geforce RTX 50 (Bild: Nvidia)
Artwork der Geforce RTX 50 Bild: Nvidia

Die Pläne von Nvidia für neue Gaming-Grafikkarten geraten offenbar ins Stocken. Einem aktuellen Bericht von The Information(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge wird der Hersteller die erwartete RTX-50-Super-Serie in diesem Jahr gar nicht mehr auf den Markt bringen.

Gleichzeitig soll sich auch die nächste große Architekturgeneration mit dem Codenamen Rubin, intern als RTX-60-Reihe geführt, spürbar verzögern.

Hauptgrund für die Verschiebungen ist laut The Information die anhaltende Knappheit bei DRAM-Speicherchips. Diese trifft die gesamte PC-Industrie, wirkt sich bei Grafikkarten aber besonders stark aus, da moderne High-End-Modelle große Mengen an schnellem Speicher benötigen.

Bereits zur CES 2026 hatte Nvidia auffallend wenig zu neuen Consumer-GPUs gesagt. Nun heißt es, dass das Unternehmen sogar die Produktion der aktuellen RTX-50-Modelle zurückfährt, um mit den begrenzten Speicherlieferungen besser haushalten zu können.

Grafikkarten bleiben teuer

Technisch bedeutet das vor allem eine weiter angespannte Marktlage: Weniger verfügbare Karten treffen auf eine hohe Nachfrage, während Speicher als einer der größten Kostenfaktoren moderner GPUs die Preise zusätzlich nach oben treibt.

Gleichzeitig priorisieren Hersteller zunehmend KI-Beschleuniger und Rechenzentrumschips, da diese deutlich höhere Margen versprechen als klassische Gaming-Hardware. Nvidia erzielt derzeit nur noch rund acht Prozent seines Umsatzes mit Gaming.

Die ursprünglich geplanten Super-Modelle sollten vor allem höhere Taktraten und teils größere Speicherausstattungen bieten, um die RTX-50-Serie nach oben hin abzurunden. Dass diese Auffrischung nun offenbar komplett ausfällt, durchbricht den zuletzt üblichen jährlichen Produktzyklus bei Grafikkarten.

Auch die nächste Architekturgeneration scheint sich um viele Monate zu verschieben, da ohne ausreichende DRAM-Kapazitäten weder Entwicklung noch Massenproduktion sinnvoll planbar sind.


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