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PC-Gaming: Gog Galaxy bekommt offenbar Linux-Version

Eine Stellenausschreibung deutet auf native Linux-Unterstützung für den Gog -Client hin; bislang gibt es Community-Lösungen.
/ Peter Steinlechner
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Logo von Gog (Bild: Good old Games)
Logo von Gog Bild: Good old Games

Gog Galaxy könnte künftig offiziell für Linux erscheinen. Eine aktuelle Stellenausschreibung des Plattformbetreibers(öffnet im neuen Fenster) sucht nach einem Senior Software Engineer, der an der plattformübergreifenden Architektur des Clients arbeiten soll – ausdrücklich mit Blick auf Linux-Support.

Bislang ist Galaxy nur für Windows-PC und MacOS verfügbar. Der Fokus auf Linux in der Beschreibung deutet jedoch darauf hin, dass der Client langfristig als echte Cross-Platform-Lösung ausbaut werden soll und damit eine native Verwaltung der DRM-freien Spielebibliothek auch unter Linux möglich ist.

Das dürfte auch im Hinblick auf den mit Abstand wichtigsten Konkurrenten Steam wichtig sein, der sein Angebot rund um die Linux-Variante SteamOS schon seit einigen Jahren erfolgreich erweitert.

Gog: Linux über Minigalaxy und den Heroic Games Launcher

Für Linux-Spieler existiert auf Gog bislang vor allem eine funktionierende Alternative zu nativer Unterstützung: Mit Minigalaxy gibt es einen Open-Source-Client auf Basis von Linux. Darüber lassen sich Spiele durchsuchen, installieren, starten und aktualisieren, auch ohne Umwege über Wine oder den Windows-Client.

Minigalaxy nutzt dieselben Schnittstellen wie der offizielle Gog-Launcher und wurde zuletzt in Sachen Stabilität und Bedienkomfort spürbar verbessert. Für viele Nutzer ist die Software bereits jetzt der praktischste Weg, Gog-Games nativ unter Linux zu verwalten; alternativ gibt es noch den Heroic Games Launcher.

Gog gehört nicht mehr zu CD Projekt

Gog wurde Ende 2025 von CD Projekt an Mitgründer Michał Kicinski verkauft und ist damit unabhängig. Der Preis lag bei umgerechnet etwas mehr als 20 Millionen Euro. Für Kunden soll sich im Alltag zunächst nichts ändern, Bibliotheken und Käufe bleiben bestehen.

Unter der neuen Eigentümerstruktur kann Gog jedoch freier agieren und strategische Schwerpunkte neu setzen, etwa mit stärkerem Community-Fokus und eben auch einer besseren Plattformunterstützung von Linux.


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