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PB60: Adminpasswort auf Asus-Rechnern wirkungslos

Rechner aus der PB60-Serie hätten sehr leicht unbrauchbar gemacht werden können.

Eine Recherche von veröffentlicht am
Sicherheitslücke im BIOS: Bei manchen Asus-Rechnern ist das Admin-Passwort wirkungslos.
Sicherheitslücke im BIOS: Bei manchen Asus-Rechnern ist das Admin-Passwort wirkungslos. (Bild: Solomon203, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Mini-PCs des Herstellers Asus hatten ein erhebliches Sicherheitsproblem: Das BIOS war erreichbar, obwohl ein Administratorpasswort gesetzt war. Asus ignorierte die Berichte eines Nutzers an den Support zunächst. Erst als Golem.de mehrfach nachfragte, reagierte Asus.

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Im Mai hatte sich ein Leser bei Golem.de gemeldet, der für ein Gymnasium mehrere Rechner der PB60-Serie von Asus angeschafft hatte und betreuen sollte. Die Rechner sollten mit einem BIOS-Passwort geschützt werden, doch das funktionierte nicht. Obwohl bei den betroffenen Computern ein Administratorpasswort gesetzt war, konnte ohne Passworteingabe das BIOS erreicht werden.

Adminpasswort wirkungslos, Nutzerpasswort kann Rechner unbrauchbar machen

Hinzu kam, dass es im BIOS möglich war, ein Nutzerpasswort zu setzen. Im Gegensatz zum Administratorpasswort funktionierte dies auch und führte dazu, dass der Computer nur noch nach Eingabe eines Passworts gebootet werden konnte.

Die Sorge: Im Schulbetrieb könnten sich Schüler einen Scherz erlauben und ein beliebiges Nutzerpasswort setzen - die Computer wären danach nicht mehr nutzbar. Auch könnte mangels Absicherung des BIOS' die Bootreihenfolge geändert und damit beispielsweise Schadsoftware auf dem System installiert werden. Als Beleg für dieses Verhalten schickte der Leser ein Video an Golem.de, in dem das Verhalten wie beschrieben nachvollzogen wird.

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Asus schien zunächst nicht auf das Problem zu reagieren. Der Betroffene wandte sich an den Support der Firma, der sei zwar freundlich gewesen, hätte aber nicht weiterhelfen können.

Golem.de versuchte daraufhin, mit der Pressestelle von Asus Kontakt aufzunehmen und zu fragen, warum ein solches Sicherheitsproblem ignoriert werde. Zunächst erhielten auch wir keine Antwort. Eine weitere Anfrage stellten wir an einen Sprecher, mit dem Golem.de schon früher Kontakt hatte.

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Asus reagiert erst nach mehrfachen Nachfragen von Golem.de

Das brachte Bewegung in die Sache. "Die Kollegen konnten den Fehler bei einem Modell nachstellen", schrieb uns der Asus-Sprecher. "Sie kümmern sich jetzt die Behebung der Lücke." Kurze Zeit später stellte Asus uns eine Betaversion des BIOS' für die PB60-Rechner zur Verfügung. Der Leser, der uns das Problem gemeldet hatte, bestätigte kurz darauf auch, dass damit das Problem behoben worden sei.

Asus hatte uns geschrieben, dass ein aktualisiertes BIOS in wenigen Tagen auch offiziell auf der Asus-Webseite zum Download bereitstehen werde. Das ist aber nach wie vor nicht der Fall, obwohl seitdem mehrere Wochen vergangen sind. Nutzer des PB60, die auf die Sicherheit des BIOS-Passworts angewiesen sind, können sich in der Zwischenzeit mit der Betaversion behelfen.

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Lasse@Ristig.de 07. Aug 2020

Als Betroffener hatte ich sorgfältig geguckt und auch Kontakt zum Support aufgenommen...

1e3ste4 06. Aug 2020

Nee, das liegt eher daran, dass alle drei Haupthersteller von UEFI-Firmware Phoenix, AMI...

User_x 05. Aug 2020

Viele Unternehmen haben selbst was Kundenservice angeht feste Prozesse vorgesehen, die...

wurstdings 05. Aug 2020

Öhm hast du aus Versehen unter dem falschen Thead gepostet? Keine Ahnung was daran...

gunterkoenigsmann 05. Aug 2020

Die sind gut! Über das Zustandekommen dieser Handbücher hab ich mich schon als Kind...


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