Paypal-Konkurrenz: ING plant Wero-Freischaltung per E-Mail für Ende 2026

Die Bank ING will die Wero-Freischaltung für ihre Bankkunden erweitern. Bis Ende 2026 soll es dann auch möglich sein, dass ING-Kunden sich für Wero mit einer E-Mail-Adresse freischalten können. Das erklärte ein ING-Sprecher Golem auf Nachfrage.
ING ist eine der wenigen Banken in Deutschland, die nur eine Wero-Freischaltung per Mobilfunkrufnummer erlaubt. Das begründet das Geldinstitut damit, dass es eine erste "funktionsfähige Version des Produkts" sei, um "die grundlegenden Wero-Funktionen so schnell wie möglich anbieten zu können" , heißt es von einem Unternehmenssprecher.
ING implementierte Wero Ende August 2025 , das Bezahlsystem startete mit einigen Banken Anfang Juli 2024 in Europa und soll eine Alternative zu Paypal, Mastercard, Visa, Google Pay und Apple Pay sein.
Nur ein Konto pro Handyrufnummer erlaubt
Falls jemand ein Konto bei einer anderen Bank besitzt und sich dort bereits für den neuen Bezahldienst mit der Handynummer angemeldet hat, ist nach Nutzerberichten keine Freischaltung für das ING-Konto mehr möglich.
Golem-Leser äußerten Datenschutzbedenken, weil Wero-Zahlungen an andere Privatpersonen nur dann möglich seien, wenn auf Android-Smartphones der Zugriff auf das komplette Adressbuch für die ING-Bank freigeschaltet werde. Wenn dem Zugriff auf das Adressbuch nicht zugestimmt werde, lasse sich keine Wero-Transaktion durchführen , heißt es.
Wero-Nutzung soll ohne Zugriff auf das Adressbuch möglich sein
Golem fragte nach, ob es stimmt, dass sich Wero nur nutzen lässt, wenn der volle Zugriff auf das Adressbuch gewährt wird. Dazu erklärte der Bank-Sprecher: "Nein, das ist nicht korrekt. Zwar wird in der Klickstrecke zur Aktivierung des Wero-Wallets gefragt, ob man als Nutzer sehen möchte, wer von den abgespeicherten Kontakten aus dem eigenen Adressbuch sonst noch registrierter Wero-Nutzer ist."
"Jedoch erfolgt die Aktivierung des Wero-Wallets auch dann, wenn man der ING-App keine Freigabe zum Abgleich des eigenen Adressbuchs erteilt" , so der Sprecher.
Zudem weist der Banksprecher darauf hin, dass es bei Android „betriebssystemseitig nicht die Möglichkeit" gebe, "einzelne Kontakte für die Synchronisierung auszuwählen, in iOS jedoch schon" . Wer also ein iPhone nutzt, hat mehr Möglichkeiten, den Zugriff auf das Adressbuch zu steuern.



