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Paypal-Alternative: Wero-Aktion treibt gemeinnützigen Verein fast in den Ruin

Eine Aktion sollte neue Wero-Kunden gewinnen. Das endete fast in einem Desaster. Ein Verein will nichts mehr mit Wero zu tun haben.
/ Ingo Pakalski
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Eine Wero-Neukundenaktion machte einen Verein durch Tausende Minispenden fast zahlungsunfähig. (Bild: EPI)
Eine Wero-Neukundenaktion machte einen Verein durch Tausende Minispenden fast zahlungsunfähig. Bild: EPI
Inhalt
  1. Paypal-Alternative: Wero-Aktion treibt gemeinnützigen Verein fast in den Ruin
  2. Die Hausbank rettet den Verein

Das europäische Bezahlsystem Wero wollte mehr Kunden überzeugen, sich für den Dienst anzumelden. Dafür startete am 15. September 2026 eine Aktion(öffnet im neuen Fenster), bei der Neukunden bis zu 15 Euro versprochen wurden, wenn sie zwei Wero-Zahlungen in Höhe von mindestens 1 Cent tätigen. Darunter litt ein gemeinnütziger Verein und wäre fast zahlungsunfähig geworden.

Die beiden Wero-Zahlungen aus der Aktion mussten dafür an zwei unterschiedliche Empfänger erfolgen. Wer noch nicht viele Personen im Freundes- oder Bekanntenkreis mit aktivierter Wero-Zahlung kannte, schaute sich nach Alternativen um. In Internetforen tauchte der Ratschlag auf, 1 Cent an gemeinnützige Vereine als Spende zu zahlen.

Das traf den gemeinnützigen Verein Inklu Fusion e. V.(öffnet im neuen Fenster) und führte dazu, dass die Hausbank des Vereins innerhalb kurzer Zeit knapp 8.000 Einzahlungen(öffnet im neuen Fenster) von vielen verschiedenen Personen verzeichnete und dies als Betrugsversuch wertete. Strafanzeigen wurden bereits vorbereitet und das Vereinskonto tagelang für Zahlungseingänge gesperrt.

Verein ärgert sich über die Wero-Aktion

Gemeinnützige Vereine haben üblicherweise Geschäftskonten, bei denen eingehende Überweisungen Gebühren verursachen. Diese Gebühren waren deutlich höher als die Tausenden 1-Cent-Überweisungen.

Der Verein ist verärgert darüber, dass niemand im Vorfeld bei der für Wero verantwortlichen European Payment Initiative (EPI) bemerkte, welches Risiko eine solche Aktion in der heutigen Zeit bedeuten kann. Auch wurde das Interesse an der Neukundenaktion von der EPI massiv unterschätzt.

Wero-Aktion bereits nach fünf Tagen abgebrochen

Die Aktion sollte eigentlich bis zum 9. November 2026 laufen, also für fast zwei Monate aktiv sein. Tatsächlich wurde die Aktion nach fünf Tagen wieder eingestellt. Als Grund wurde genannt, dass das Auszahlungskontingent längst erreicht worden sei. Wie hoch dieses Kontingent war, ist nicht bekannt. In Foren beklagen sich viele neue Wero-Kunden, dass sie sich extra angemeldet, aber dann keine Zahlungen aus der Aktion erhalten hätten.

Der Verein Inklu Fusion e. V. ärgert sich auch über den Umgang mit Neukunden. Er habe kein Verständnis dafür, dass die Aktion "ohne Ankündigung" aufgrund einer "unerwartet hohen Nutzung" abgebrochen wurde. Sarkastisch kommentierte der Verein das mit den Worten "eine ganz tolle Glanzleistung".


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