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Paypal-Alternative: ING-Kunden können bei einem Onlinehändler mit Wero zahlen

ING aktiviert bei Neukunden automatisch Wero. Eine Wero-Freischaltung per E-Mail lässt bei ING weiter auf sich warten.
/ Ingo Pakalski
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ING erlaubt Onlinezahlungen über Wero. (Bild: Cristian Bonaviri/Sipa USA via Reuters Connect)
ING erlaubt Onlinezahlungen über Wero. Bild: Cristian Bonaviri/Sipa USA via Reuters Connect

Die Bank ING erweitert den Wero-Funktionsumfang, so dass darüber neuerdings auch bei einem Onlinehändler bezahlt werden kann. Bisher waren über ING nur Wero-Zahlungen zwischen Privatkunden möglich, sofern beide Parteien bei einer Bank mit Wero-Unterstützung sind. Wero ist ein Zahlungsdienst eines europäischen Bankenverbunds und ist als Alternative zu Anbietern wie Paypal gedacht. Ziel ist der Aufbau einer eigenständigen europäischen Zahlungsinfrastruktur.

Kundinnen und Kunden können Wero-Zahlungen(öffnet im neuen Fenster) ohne zwischengeschaltete Wallets oder internationale Zahlungsdienstleister direkt aus ihrem Girokonto auslösen, werden die Vorteile einer Wero-Zahlung beschrieben. Kundendaten sollen bei den jeweiligen Banken bleiben und nicht an Drittanbieter weitergegeben werden.

Seit mehr als einem halben Jahr ist es technisch möglich, mittels Wero Produkte im Onlinehandel zu kaufen. Seitdem ist die Reaktion des Handels darauf allerdings verhalten und Händler arbeiten entweder an der Implementierung oder prüfen diese noch immer.

Zwei weitere Händler wollen Wero unterstützen

Nach ING-Angaben ist Eventim bisher der einzige Onlineshop, in dem Kunden mit Wero zahlen können. Eventim ist ein großer Anbieter beim Verkauf von Konzert- und Theaterkarten sowie Veranstaltungen.

Die Bank nennt mit Ikea und Lidl zwei weitere Onlineshops, die Wero-Zahlungen "zeitnah" anbieten wollen, einen genauen Termin gibt es dafür weiterhin nicht. Ansonsten hat bisher lediglich die Elektromarktkette Media-Markt-Saturn eine Wero-Anbindung geplant. Ende April 2026 hieß es, dass große Händler wie Otto oder Zalando noch immer prüfen, ob das Zahlungsmittel integriert wird. In dieser Liste war auch Ikea dabei.

Mit der Supermarktkette Rewe gibt es bereits einen Händler, der nach einer Prüfung entschieden hat, das Zahlungssystem nicht zu integrieren. Als Grund wird der geringe Bekanntheitsgrad genannt.

Bei der ING lässt sich Wero nur über eine Mobilfunkrufnummer freischalten. Bis Ende 2026 soll es auch möglich sein, dass ING-Kunden sich für Wero mit einer E-Mail-Adresse freischalten können, wie es bei anderen Banken mit Wero-Anbindung üblich ist. Nach Angaben der Bank haben bisher rund 600.000 Kunden der Bank Wero aktiviert, das soll rund 15 Prozent der Kunden mit einem ING-Girokonto entsprechen.

Wero nutzt Amazon-Cloud

Wer ab sofort bei der ING ein Girokonto eröffnet, wird für Wero-Zahlungen automatisch freigeschaltet. Demnach ist es nicht mehr möglich, ING-Kunde zu werden, ohne zugleich auch Wero zu aktivieren. Die Aktivierungsquote wird sich so erhöhen, ob der Dienst dann auch verwendet wird, bleibt offen.

Wero wird damit beworben, dass die Abwicklung der Zahlungen vollständig europäischen Datenschutz- und Regulierungsstandards unterliegt. Allerdings ist mittlerweile bekannt, dass Teile der IT-Infrastruktur von Wero über Amazons Clouddienste laufen und damit in eine der großen IT-Tech-Firmen aus den USA eingebunden ist. Damit hätten US-Behörden Zugriffsrechte auf die Clouddaten und damit die Wero-Transaktionen, heißt es von Experten.


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