Paypal-Alternative: Erster Onlineshop integriert Wero - für einige wenige

Eventim integriert als wohl erster Onlineshop in Deutschland eine Bezahlung über die Paypal-Alternative Wero, berichtet die Süddeutsche Zeitung(öffnet im neuen Fenster) , und Golem kann die Wero-Integration bestätigen. Wero ist ein Angebot der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss europäischer Banken und Zahlungsdienstleister. Wero will sich als europäische Alternative zu US-Bezahldiensten wie Paypal und den Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa positionieren.
Seit dem Start von Wero im Sommer 2024 haben immer mehr Banken diese Bezahloption integriert, es war aber nur für das Überweisen von Geld zwischen Privatpersonen nutzbar. Mit der Wero-Integration in den Onlineshop von Eventim ist eine Bezahlung im Handel möglich.
Wer bei Eventim Konzertkarten bestellt, erhält neuerdings als weitere Bezahlmöglichkeit zu den bisher etablierten auch Wero angeboten. Nach Angaben in dem Bericht ist die Wero-Integration allerdings noch sehr rudimentär: Die Wero-Bezahlung gibt es nur, wenn Kunden ihr Bankkonto bei einer Sparkasse oder den Volksbanken-Raiffeisenbanken haben.
So läuft der Einkauf mit Wero
Wer bei Eventim mit Wero bezahlen möchte und bei einer anderen Bank ist, kann das derzeit nicht tun. Derzeit liegen keine Informationen vor, wann weitere Banken integriert werden. Zum Vergleich: Wenn ein Onlineshop Paypal, Mastercard oder Visa integriert, gilt das immer für alle Kunden der entsprechenden Anbieter.
Der Ticketeinkauf auf der Eventim-Homepage setzt ein Smartphone voraus. Bei der Bestellung muss ein QR-Code mit der Smartphone-Kamera fotografiert werden, um dann den Einkauf in der Banking-App abzuschließen.
Laut Süddeutscher Zeitung haben sich bisher knapp zwei Millionen Bankkunden für Wero registriert. Zuletzt meldete der Bankenverband(öffnet im neuen Fenster) im Sommer dieses Jahres hierzulande 111 Millionen aktive Girokonten.
Die Öffentlichkeitsarbeit von Wero kann als sehr zurückhaltend bezeichnet werden. Im Wero-Presseportal(öffnet im neuen Fenster) der EPI gibt es keinen Hinweis auf die Einführung von Wero im deutschen Onlinehandel, aktuell finden sich dort gerade einmal zwei Pressemitteilungen. Den meisten Wero-Starts bei deutschen Banken war der EPI keine eigene Mitteilung wert. Auch auf den Presseseiten von Eventim(öffnet im neuen Fenster) gibt es keinen Hinweis zur Wero-Integration.
Details zu weiteren Wero-Plänen folgen
Laut Süddeutscher Zeitung und Retail-News(öffnet im neuen Fenster) ist noch im November 2025 eine Wero-Pressekonferenz geplant, auf der möglicherweise der weitere Zeitplan für die Wero-Integration im deutschen Onlinehandel genannt wird. Als mögliche Teilnehmer werden Otto, Mediamarkt, Saturn und die Deutsche Bahn gehandelt.
Es ist eher unwahrscheinlich, dass Amazon bei Wero mitmachen wird. Das Onlinekaufhaus betreibt mit Amazon Pay einen eigenen Dienst für das Bezahlen in Onlineshops. Das dürfte auch der Grund sein, dass Amazon als der größte Onlinehändler in Deutschland keine Bezahlung über Paypal erlaubt.



