Paypal-Abspaltung: Massenentlassungen bei Ebay
Ebay wird 2.400 Arbeitsplätze abbauen. Das gab das Unternehmen bekannt(öffnet im neuen Fenster). Von den Entlassungen sind rund sieben Prozent der Belegschaft betroffen. Ebay Deutschland hat derzeit 1.000 Mitarbeiter und machte bisher keine Angaben zur Zahl der Entlassungen.
Über den geplanten Stellenabbau bei Ebay wurde bereits berichtet. "Unsere Pläne, Ebay und PayPal im zweiten Halbjahr 2015 in unabhängige Firmen aufzuteilen, sind auf Kurs, und wir sind zuversichtlich, dass dies der richtige strategische Weg für beide Unternehmen ist", sagte Konzernchef John Donahoe. Das Management prüfe auch, Ebay Enterprise zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. In der Sparte bietet Ebay Firmen Dienstleistungen für den Onlinehandel an.
Ein unabhängiges Ebay könnte ein interessanter Übernahmekandidat werden, meinen Analysten. Paypal gilt als der Wachstumsbereich, Ebay kann dagegen nur noch wenig zulegen. Im letzten Quartal 2014 wuchs der Konzernumsatz um 8,6 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn stieg um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Der Bezahlungsabwickler Paypal erwirtschaftete ein Umsatzplus von 18 Prozent.
Ebay gab am 30. September 2014 bekannt, Paypal als ein unabhängiges Unternehmen auszugründen. Beide sollen jeweils als einzelne Firmen an der Börse gehandelt werden. Der Investor Carl Icahn hatte die Loslösung gefordert. Nun wurde ein Vertreter Icahns in den Verwaltungsrat des Unternehmens aufgenommen.
Devin Wenig, President von Ebay Marketplaces, wird CEO des neuen Ebay. Der American-Express-Manager Dan Schulman soll das neue Paypal führen. Donahoe hat keine führende Rolle mehr in den beiden Unternehmen, auch Ebay-Finanzchef Bob Swan scheidet aus dem Führungsteam aus.
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