Pay-TV und Streaming: ProSiebenSat1 ist wieder an Sky-Übernahme interessiert
Lange Zeit ist es ruhig gewesen um einen möglichen Verkauf des Pay-TV- und Streaminganbieters Sky . Nun soll sich der deutsche TV-Sender ProSiebenSat1 für Sky interessieren – erneut. Erste Gerüchte dazu gab es bereits Ende 2022, diesmal sollen die Voraussetzungen aber andere sein. Die neuen Übernahmegespräche wurden zuerst durch einen Reuters-Bericht(öffnet im neuen Fenster) bekannt und werden von Quellen der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) bestätigt.
Der Reuters-Bericht bezieht sich auf vier Quellen, die mit den Verkaufsverhandlungen vertraut sein sollen. Demnach wurden die Verhandlungen über eine Übernahme von Sky durch ProSiebenSat1 wieder aufgenommen. Im vergangenen Jahr soll es bereits Gespräche zu einer möglichen Sky-Übernahme durch ProSiebenSat1 gegeben haben, auch wenn der TV-Sender dies später dementierte .
Mindestens seit Oktober 2022 sucht der Sky-Eigentümer Comcast nach einem Käufer für den Pay-TV-Sender Sky Deutschland. Zwischendurch war wohl United Internet respektive 1&1 interessiert , die Übernahme ist aber gescheitert. Dann war wohl der TV-Sender Canal+ interessiert , aber auch daraus wurde nichts.
Comcast will Sky offenbar auf jeden Fall loswerden
Diesmal sollen die Verkaufsgespräche zwischen ProSiebenSat1 und Sky ganz am Anfang stehen. Comcast soll ein großes Interesse haben, den Kauf erfolgreich abzuschließen. Zwei Reuters-Quellen geben an, dass Comcast bereit sei, mehrere Hundert Millionen Euro dazuzulegen, um den Pay-TV-Sender loszuwerden.
Das deutet darauf hin, dass kein Unternehmen bereit war, den Verkaufspreis von rund 1 Milliarde US-Dollar zu zahlen, den Comcast eigentlich für Sky haben wollte. Noch sei völlig offen, wie eine Übernahme ausgestaltet sein könnte. Möglicherweise wird Sky aufgeteilt und ProSiebenSat1 übernimmt nur einen Teil des Pay-TV-Senders.
Pikantes Detail: Anfang Mai 2023 wechselte Martin Mildner von United Internet zu ProSiebenSat1 und ist dort ebenfalls als Finanzchef tätig. Offiziell wollten sich weder ProSiebenSat1 noch Sky zu den Presseberichten äußern.
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