Pay to Quit: Amazon bietet Lagerarbeitern bei Kündigung 5.000 Dollar

5.000 US-Dollar, wenn sie kündigen, so lautet das Angebot von Amazon an seine Lagerarbeiter. Doch Amazon will nicht, dass die Beschäftigten das Angebot annehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Auf den Fotos des Konzerns lächeln die Lagerarbeiter immer.
Auf den Fotos des Konzerns lächeln die Lagerarbeiter immer. (Bild: Amazon Deutschland)

Amazon bietet seinen Lagerarbeitern und anderen Beschäftigten in den sogenannten Fullfillment Centern einmal im Jahr einen Betrag von bis zu 5.000 US-Dollar an, wenn sie das Unternehmen verlassen. Wie der US-Fernsehsender CNBC berichtet, gilt das Programm Pay to Quit nur für Beschäftigte, die eine volle Stelle haben.

Das Unternehmen bietet 2.000 US-Dollar für Beschäftigte, die ein Jahr im Unternehmen waren, das Angebot erhöht sich um 1.000 US-Dollar pro Jahr. Maximal können 5.000 US-Dollar erreicht werden.

"Wir wollen, dass Leute bei Amazon arbeiten, die hier sein wollen", erklärte Amazon-Sprecherin Melanie Etches in einer E-Mail an CNBC. "Auf lange Sicht ist es für unsere Mitarbeiter oder das Unternehmen nicht gesund, irgendwo zu bleiben, wo man nicht sein will." Das Programm Pay to Quit wurde ursprünglich vom Online-Schuhhändler Zappos entwickelt, den Amazon 2009 gekauft hat.

Amazon Pay to Quit soll für immer gelten

Wer das Angebot annimmt, kann laut dem Text der Vereinbarung nie wieder bei Amazon arbeiten. Amazon behauptet, selbst nicht zu wollen, dass Arbeiter das Angebot annehmen. Die Überschrift des Memos lautet: "Bitte nehmen Sie dieses Angebot nicht an", erklärte Vorstandchef Jeff Bezos.

"Das Ziel ist es, die Leute dazu zu bringen, sich einen Moment Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, was sie wirklich wollen", schrieb Bezos in einem Aktionärsbrief aus dem Jahr 2014. Und laut Amazon akzeptieren tatsächlich nur wenige Menschen. Abfindungszahlungen bei Stellenabbau sind in der Wirtschaft üblich, sie sind in Deutschland in der Regel steuerpflichtig. Eine Abfindung über einen Aufhebungsvertrag ist meist nicht sozialversicherungs-, aber lohnsteuerpflichtig.

Golem.de hat Amazon Deutschland gefragt, ob es das Programm auch hierzulande gibt.

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ArcherV 01. Jun 2018

Ja ich kann dich schon verstehen. Aber das ist dann die andere Mentalität im öD. Da wird...

berritorre 01. Jun 2018

Das ist natürlich ein echtes Problem. Klar, gut um die Schmarotzer klein zu halten, aber...

mp (golem.de) 25. Mai 2018

Bevor das hier noch weiter abdriftet, mach ich den Thread mal zu. Maxime Pfaff mp (golem.de)

ArcherV 25. Mai 2018

+1 Und das die Beiträge aus öffentlichen Medien meistens schlecht und einseitig...



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