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Pawel Durow: Russland fahndet international nach Telegram-Gründer

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wirft dem Telegram-Gründer die Begünstigung von Terrorismus vor.
/ Mike Faust
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Telegram-Gründer Pawel Durow (Mitte) auf dem Weg zu einer Anhörung am 8. Juli 2026 in Paris (Bild: Dimitar DILKOFF / AFP via Getty Images)
Telegram-Gründer Pawel Durow (Mitte) auf dem Weg zu einer Anhörung am 8. Juli 2026 in Paris Bild: Dimitar DILKOFF / AFP via Getty Images

Russland hat gegen den Telegram-Gründer Pawel Durow Anklage wegen der Begünstigung terroristischer Aktivitäten erhoben und ihn auf eine internationale Fahndungsliste gesetzt. Ob eine Zusammenarbeit mit Interpol vorgesehen ist, ist nicht bekannt.

Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster), wirft der russische Inlandsgeheimdienst FSB Durow eine Mitverantwortung dafür vor, dass der Messenger Telegram von ukrainischen Spionen genutzt werde, um Anschläge in Russland zu organisieren.

Laut Reuters erklärte der FSB, dass im Jahr 2025 46 Russen im Alter von 12 bis 22 Jahren verhaftet worden seien, die über Telegram für Anschläge auf Sicherheitskräfte oder für Brandstiftungen an Verkehrs-, Energie-, Kommunikations- oder Finanzinfrastrukturen rekrutiert worden seien.

Auch in Frankreich wird gegen Durow ermittelt

In Russland ist die Nutzung von Telegram stark eingeschränkt, weil die Regierung den Zugang zu ausländischen Technologieplattformen möglichst komplett unterbinden und die Kontrolle über das Internet verschärfen will. Staatliche Stellen wie der Kreml und das Verteidigungsministerium teilen dennoch täglich Beiträge auf der Plattform.

Pawel Durow ist auch Gründer des russischen sozialen Netzwerks VKontakte, verkaufte aber seine Anteile, nachdem er von den russischen Behörden unter Druck gesetzt wurde. Im Jahr 2024 wurde er zudem in Frankreich mit dem Vorwurf festgenommen, dass Telegram nicht ausreichend gegen kriminelle Aktivitäten auf der Plattform vorgehe.

Durow wies die Vorwürfe stets von sich und durfte Frankreich verlassen, während die Ermittlungen gegen ihn fortgesetzt werden. Der Telegram-Gründer besitzt neben der französischen Staatsbürgerschaft auch die der Vereinigten Arabischen Emirate. Er lebt seit dem Jahr 2017 in Dubai, wo sich auch der Sitz des Messengerdienstes befindet.

Dubai unterhält freundschaftliche Beziehungen zu Russland. Laut Reuters ist eine Auslieferung aber sehr unwahrscheinlich, da dies den Ruf des Emirats als attraktiver Standort für Unternehmen gefährden könnte.


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