Abo
  • Services:
Anzeige
Darf endlich reden: Der US-Unternehmer Nicholas Merrill.
Darf endlich reden: Der US-Unternehmer Nicholas Merrill. (Bild: Thatcher Cook/CC-BY-SA 2.0)

Patriot Act: Nach elf Jahren darf Unternehmer über FBI auspacken

Darf endlich reden: Der US-Unternehmer Nicholas Merrill.
Darf endlich reden: Der US-Unternehmer Nicholas Merrill. (Bild: Thatcher Cook/CC-BY-SA 2.0)

Der US-Unternehmer Nicholas Merrill bekam vor mehr als 11 Jahren einen National Security Letter - er sollte die Daten seiner Kunden an das FBI verraten - und durfte nicht darüber sprechen. Jetzt hat Merrill einen Erfolg vor Gericht erzielt und darf über die Anfrage öffentlich sprechen.
Von Hakan Tanriverdi

Mehr als elf Jahre hat Nicholas Merrill dafür gekämpft, sich vom FBI nicht den Mund verbieten zu lassen. Jetzt hat er Erfolg.

Merrill betrieb eine Webhosting-Firma und einen kleinen Internet-Service-Provider namens Calyx Internet Access, Kunden zahlten ihm Geld für Speicherplatz und Internetzugang. Sie konnten ihre eigene Webseite ins Netz stellen. Das FBI wollte Informationen über einen Kunden - und zwang Merrill, zu dieser Anfrage zu schweigen. Niemand sollte es erfahren. Nach US-Recht darf das FBI diese Verschwiegenheit, "gag order" genannt, verlangen (mehr zu Merrills Fall hier).

Anzeige

Doch Merrill wehrte sich vor Gericht. Ein Richter urteilte im August, dass Menschen nicht auf unbestimmte Zeit zum Schweigen verdonnert werden können. Der Richter räumte der Regierung 90 Tage ein, um Einspruch zu erheben. Diese Frist ist nun verstrichen, der Maulkorb ist weg. Es ist das erste Mal, dass eine "gag order" gänzlich annulliert wird.

Nach elf Jahren veröffentlicht Merrill die FBI-Anfrage

Nun darf Merrill also reden, und wichtiger, auch die entsprechende Anfrage erstmalig veröffentlichen. Bis zu diesem Montag war lediglich bekannt, dass das FBI Kunden- und Nutzerdaten anfragen darf. Unklar waren die Ausmaße. Dem Dokument zufolge, über das Merrill so lange nicht sprechen durfte, verlangte das FBI Auskunft über 17 Punkte, darunter:

  • sämtliche URL-Adressen, die einem von Merrills Firma gehosteten Nutzerkonto zugewiesen waren
  • alle von seinem Kunden getätigten Online-Käufe der vergangenen 180 Tage
  • sämtliche Funkzellen, in denen der Kunde eingeloggt war

Merrill und seine Verteidiger von der Yale University interpretieren die Anfrage nach den URL-Adressen als den Wunsch des FBI, den gesamten Suchverlauf einsehen zu können. Google verarbeitet eine Anfrage, zum Beispiel nach "Süddeutsche Zeitung", mit einer spezifischen URL. Das Wort Suchverlauf verwendet die Behörde allerdings nicht. Nach Überzeugung der Anwälte aber enthält das Dokument auch die Aufforderung, sämtliche IP-Adressen von Menschen preiszugeben, mit denen ein Nutzer in Kontakt stand.

''Diese Daten geben die intimsten Details über unser Leben Preis'' 

eye home zur Startseite
Der Held vom... 02. Dez 2015

60 Atombomben am Tag sind nicht ganz 22.000 Atombomben im Jahr. Alle 7,28 Milliarden...

JoeHenson 02. Dez 2015

gezeichne: Grammatikkobol

nativeadvertisment 02. Dez 2015

"A warrant canary is a colloquial term for a regularly published statement that a service...

GITNE 01. Dez 2015

Man könnte den Eindruck bekommen, du würdest mir unterstellen, ich würde das geltende...

hg (Golem.de) 01. Dez 2015

Tatsächlich war die Firma zugleich ISP und Webhoster. Habe es im Text ergänzt. Danke für...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  3. BWI GmbH, München
  4. über Hanseatisches Personalkontor Osnabrück, Westmünsterland


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1.499,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Facebook

    Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

  2. Notebook-Grafik

    Nvidia hat eine Geforce GTX 1050 (Ti) mit Max-Q

  3. Gemini Lake

    Asrock und Gigabyte bringen Atom-Boards

  4. Eni HPC4

    Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

  5. US-Wahl 2016

    Twitter findet weitere russische Manipulationskonten

  6. Die Woche im Video

    Das muss doch einfach schneller gehen!

  7. Breko

    Waipu TV gibt es jetzt für alle Netzbetreiber

  8. Magento

    Kreditkartendaten von bis zu 40.000 Oneplus-Käufern kopiert

  9. Games

    US-Spielemarkt wächst 2017 zweistellig

  10. Boeing und SpaceX

    ISS bald ohne US-Astronauten?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Star Citizen Alpha 3.0 angespielt: Es wird immer schwieriger, sich auszuloggen
Star Citizen Alpha 3.0 angespielt
Es wird immer schwieriger, sich auszuloggen
  1. Cloud Imperium Games Star Citizen bekommt erst Polituren und dann Reparaturen
  2. Star Citizen Reaktionen auf Gameplay und Bildraten von Alpha 3.0
  3. Squadron 42 Mark Hamill fliegt mit 16 GByte RAM und SSD

Snet in Kuba: Ein Internet mit Billigroutern und ohne Porno
Snet in Kuba
Ein Internet mit Billigroutern und ohne Porno
  1. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen
  2. Internet Unternehmen in Deutschland weiter mittelmäßig versorgt
  3. Überwachungstechnik EU-Parlament fordert schärfere Ausfuhrregeln

Vorschau Kinofilme 2018: Lara, Han und Player One
Vorschau Kinofilme 2018
Lara, Han und Player One
  1. Kinofilme 2017 Rückkehr der Replikanten und Triumph der Nasa-Frauen
  2. Star Wars - Die letzten Jedi Viel Luke und zu viel Unfug

  1. Re: Auch mit opensource Treibern?

    Dummer Mensch | 20:06

  2. Re: Funktioniert nicht

    Schläfer | 20:04

  3. Haben die TV -Streamer denn endlich HD?

    TechBen | 19:55

  4. Re: beispiel TYT

    SelfEsteem | 19:49

  5. Re: Einziger Hersteller Moto Z hat exakt das...

    prody0815 | 19:46


  1. 14:35

  2. 14:00

  3. 13:30

  4. 12:57

  5. 12:26

  6. 09:02

  7. 18:53

  8. 17:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel