Patrick Drahi: Altice France lehnt Übernahmeangebot ab

Verwaltungsratschef Patrick Drahi hat ein gemeinsames Übernahmeangebot in Höhe von 17 Milliarden Euro für Altice France durch die Konkurrenten Orange, Bouygues und Free zurückgewiesen. Das berichtete die britische Financial Times unter Berufung auf eine interne E-Mail von Chief Executive Officer Arthur Dreyfuss. Das Angebot sei "sofort abgelehnt" worden, hieß es darin.
Drahi ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der französisch-niederländischen Unternehmensgruppe Altice Europe. In Frankreich ist die von ihm im Jahr 2013 von dem Medienkonzern Vivendi gekaufte SFR die Nummer zwei der Telekommunikationsanbieter hinter Orange (ehemals France Telecom).
Konkurrenten wollten den Telco zerschlagen
Laut des Angebots hätten die drei französischen Netzbetreiber den Großteil von SFR erworben und das Privatkundengeschäft unter sich aufgeteilt. Bouygues und Free Mobile wollten auch die B2B-Sparte von SFR übernehmen und eingliedern. Free Mobile ist Teil der Iliad-Gruppe.
In der vorgeschlagenen Transaktion hätte Bouygues 43 Prozent der Vermögenswerte übernommen, der Rest wäre etwa gleichmäßig zwischen Free und Orange verteilt worden, um den französischen Markt von vier auf drei Mobilfunkanbieter zu konsolidieren.
Die Regierung will eine Verringerung des Wettbewerbs verhindern. Der französische Finanzminister Roland Lescure erklärte am 15. Oktober 2025, er werde eine mögliche Aufteilung von SFR durch etablierte Marktteilnehmer "äußerst wachsam" verfolgen.