Patrice Desilets: Assassin's-Creed-Miterfinder im Streit mit Ubisoft

Der Spielentwickler Patrice Desilets verlässt bereits zum zweiten Mal Ubisoft - diesmal unfreiwillig: Nach eigenen Angaben wurde der Schöpfer von Assassin's Creed gekündigt. Er will sich mit allen Mitteln dagegen wehren.

Artikel veröffentlicht am ,
Spielentwickler Patrice Desilets
Spielentwickler Patrice Desilets (Bild: Christinne Muschi/Reuters)

Der Frankokanadier Patrice Desilets liefert sich einen seltsam anmutenden Streit mit Ubisoft. Mitte 2010 hatte der Spielentwickler bei Ubisoft gekündigt und war etwas später mit einigen Kollegen zu THQ Montreal gewechselt - wogegen Ubisoft geklagt hatte. Wenig später wurde just das Studio in Montreal von Ubisoft mit rund 170 Mitarbeitern gekauft, darunter auch Desilets. Jetzt hat ihn Ubisoft gekündigt. Er sagte im Gespräch mit Polygon, ihm sei die Kündigung überreicht worden, und dann sei er von zwei Sicherheitsleuten aus dem Büro geführt worden.

Desilets bezeichnet die Kündigung als grundlos. Er wolle rechtlich dagegen vorgehen, um für "meine Rechte, für mein Team und für mein Spiel" zu kämpfen, sagte er. Ubisoft hatte es in einer Erklärung zuvor so dargestellt, dass es Gespräche mit dem Entwickler gegeben habe, die aber nicht zufriedenstellen verlaufen seien, worauf Desilets von sich aus gegangen sei. Patrice Desilets hat seit 1998 bei Ubisoft in Montreal gearbeitet. Er war an einer Reihe von Spielen beteiligt, insbesondere als Kreativchef an Assassin's Creed 1 und 2.

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