Pathtracing: Nvidia gibt Quake 2 RTX für Radeon-Karten frei

Bisher lief Quake 2 RTX nur auf Geforce-Modellen, der aktuelle Patch öffnet den Vulkan-Raytracing-Pfad auch für AMDs Radeon RX 6000.

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Szene aus Quake 2 RTX via Photo Mode
Szene aus Quake 2 RTX via Photo Mode (Bild: Nvidia)

Die zu Nvidia gehörenden Lightspeed Studios haben den Patch v1.4.0 für Quake 2 RTX veröffentlicht und damit das Spiel auch für AMDs Radeon RX 6000 angepasst. Bisher wurde mit 'VK_NV_ray_tracing' eine Nvidia-exklusive Extension für die Vulkan-Grafikschnittstelle verwendet, das neue Update wechselt auf 'VK_KHR_ray_tracing_pipeline' der Khronos Group.

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Somit läuft Quake 2 RTX auf allen Grafikkarten, welche diese Erweiterung unterstützen - derzeit sind das die Geforce RTX 3000/2000/1000 von Nvidia und die Radeon RX 6000 von AMD, mittelfristig werden auch Intel und Imagination Technologies (PowerVR) mit entsprechender Hardware nachziehen. Die Khronos Group hatte Vulkan-Raytracing im März 2020 als provisorische Version veröffentlicht, die finale Umsetzung folgte erst vor wenigen Wochen im November 2020.

Ursprünglich stammt Q2VKPT, also Quake 2 Vulkan Pathtracer, von einer Gruppe von Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) unter Leitung von Christoph Schied. Einige Monate später hatten sich die Lightspeed Studios von Nvidia des Projekts angenommen und mit Quake 2 RTX eine Vollversion entwickelt. Es handelt sich dabei um ein komplett mit Pathtracing umgesetztes Quake 2 samt entsprechend realistischer Licht- und Schattendarstellung sowie Spiegelungen.

Oben drauf gibt es eine Tageszeitsimulation samt Sonnenstand und prozeduraler Landschaft sowie Wolken, auch nutzt sie direkte und indirekte Beleuchtung, High Dynamic Range (HDR) für größere Unterschiede bei der Helligkeit samt Überstrahlung (Bloom) und Strahlenbüscheln (God Rays), weich auslaufende Schatten, reflektierende und transparente Oberflächen wie Glasscheiben und Wasser, zusätzliche Partikel per Nvidia Flow plus Texturen sowie Waffenmodelle aus Quake 2 XP.

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Im Dezember 2019 folgte Quake 2 RTX v1.2 mit zusätzlichen Aufwertungen: Die Materialien wie Metall sehen deutlich realistischer aus, zumal sie je nach Oberfläche Licht anders reflektieren. Außerdem gibt es in einem Level einen beeindruckenden Spiegelsaal - samt rekursivem Effekt. Die Überwachungsmonitore zeigen ein Livebild inklusive unserer Figur, es gibt God Rays unter Wasser, dickes Glas bricht Licht beim Ein- wie Austritt glaubwürdiger und farbige Scheiben lassen Licht hindurchfallen. Mit v1.3 führten die Lightspeed Studios einen Fotomodus mit freier Kamera und Tiefenunschärfe ein.

Quake 2 RTX ist über Steam kostenlos verfügbar, die Demo enthält drei Level. Wer die - nicht mehr indizierte - Vollversion hat, wählt diese bei der Installation aus.

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