Path of War: Strategischer Feldzug durch die USA

Das Entwicklerteam hinter Titeln wie Spellforce, Battleforge und C&C Tiberium Alliances wagt einen neuen Anlauf: Im Mobilegame Path of War will es die USA erobern - und die Smartphones von Strategiespielern.

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Path of War
Path of War (Bild: Envision Entertainment)

Von der Westküste der USA bis zur Ostküste sind es ungefähr 4.200 Kilometer. "Wir gehen davon aus, dass die 50.000 Spieler pro Server ungefähr ein halbes Jahr brauchen, um sich über den Kontinent bis zur Hauptstadt Washington vorzukämpfen", sagt Martin Löhlein von Envision Entertainment über Path of War.

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Mit dem seit ein paar Tagen für Smartphones und Tablets verfügbaren Strategiespiel hat das aus Ingelheim bei Mainz stammende Entwicklerstudio große Pläne: Das kostenlos erhältliche, über Nexon vertriebene Mobilegame soll nicht nur den Spielern die Möglichkeit bieten, die USA zu erobern, sondern auch den Entwicklern von Envision eine Art Neustart ermöglichen.

Das Studio hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Unter dem Namen Phenomic hat es die in Deutschland extrem erfolgreichen Strategiespiele der Spellforce-Reihe veröffentlicht. Es folgten die Übernahme durch Electronic Arts sowie Titel wie Battleforge und die Browsergames Lord of Ultima und Command & Conquer Tiberium Alliances. Im Juli 2013 wurde bekannt, dass EA das Studio geschlossen hatte.

Löhlein äußert sich im Gespräch übrigens nur lobend über den Konzern: Der sei mit ihm und seinen Kollegen extrem fair umgegangen und habe damit die Selbstständigkeit und den Neustart als Envision Entertainment erst ermöglicht. Das Team sei immer noch weitgehend intakt. "Deswegen war es für uns auch selbstverständlich, für Path of War eine eigene Engine zu programmieren", sagt Löhlein.

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Aus technischer Sicht ist das Stategiespiel durchaus interessant: Nicht so sehr wegen einer detailgetreuen Grafik, sondern weil gleichzeitig bis zu 50.000 Spieler im virtuellen Nordamerika kämpfen. Noch mehr würden laut Löhlein übrigens schlicht nicht sinnvoll in die auf Satellitendaten basierende, nur dezent angepasste Welt passen.

Path of War spielt in der nahen Zukunft, nachdem die Energieversorgung in den USA wegen Angriffen von Terroristen großflächig ausgefallen ist - das ist jedenfalls die Version der Regierung. Spieler machen sich als Rebellen ausgehend von der Westküste auf den Weg in die Hauptstadt. Was dort als großes Finale passiert, verraten die Entwickler noch nicht.

Jeder Spieler verfügt über eine eigene Basis mit einem Fort. Um nach Osten zu gelangen, muss er die Stellungen der Regierung angreifen. Das geschieht in bestimmten Situationen direkt auf der Karte, etwa mit Explosivwaffen, oder im Kampfmodus: Dann verschiebt die eine Partei ihre Einheiten auf der vertikalen Achse, der Gegner macht das auf der horizontalen. Sobald sie aufeinandertreffen, kommt es zu Kämpfen - bis eine Seite gewonnen hat.

Das Ganze ist in wenigen Minuten entschieden, schließlich handelt es sich bei Path of War um ein Mobilegame. Neben den vorherrschenden Kämpfen gegen die computersteuerten Regierungsvertreter gibt es auch die Möglichkeit, andere Spieler zu attackieren.

Außerirdische Kampfgeräte

Die Handlung wird immer wieder mal in kurz eingeblendeten TV-Nachrichten erzählt. Das Spiel geht sogar auf die jeweiligen örtlichen Umgebungen ein: Wenn die Spieler das mutmaßliche Ufo-Gelände Area 51 erreicht haben, gibt es ein paar Tage lang Waffen mit dazu passenden Extras.

Eine Onlineverbindung ist nötig, Edge reicht laut Löhlein aber aus. Sein Team habe sich sehr früh in der Entwicklungsphase genau damit beschäftigt, welche Daten übertragen werden müssen, um die Belastung möglichst gering zu halten. Besonders stolz ist das Studio übrigens auf den Ingame-Messenger, der ähnlich wie eine Mischung aus Google Hangout und Whatsapp funktioniert, inklusive Gruppenkanälen und Push-Benachrichtigungen. Wer mag, bekommt sogar Ingame-Vorgänge wie den Einsatz von Superwaffen automatisch in seinem Startmenü gemeldet.

Path of War ist für iOS und Android verfügbar. Der Download ist kostenlos. Finanziert wird das Programm über Ingame-Verkäufe von sogenannten Brennstäben gegen Echtgeld. Die kann man aber auch auf andere Art und Weise bekommen. Das Spiel ist nach einer langen Testphase in Kanada und Australien bereits recht ausgereift.

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