Abo
  • IT-Karriere:

Patentverletzungen: TSMC verklagt Globalfoundries

Nachdem Globalfoundries vor wenigen Wochen gegen TSMC vor Gericht gezogen ist, wechseln beide die Rollen: Nun verklagt TSMC weltweit Globalfoundries wegen Patentverletzungen. Es geht um Prozesse von 40 nm bis 12 nm, darunter wegen Lithografie-Methoden und Finfet-Design.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo des weltgrößten Auftragsfertigers
Logo des weltgrößten Auftragsfertigers (Bild: TSMC)

Es ist abzusehen gewesen: Ende August September 2019 verklagte Globalfoundries, der drittgrößte Auftragsfertiger der Welt, den Marktführer TSMC wegen Patentverletzungen in zwei Ländern. Wie erwartet wies TSMC die Vorwürfe als substanzlos zurück und bereitete eine eigene Klage vor, die am Dienstag in drei Ländern eingereicht wurde.

Stellenmarkt
  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Hagen, Düsseldorf
  2. OEDIV KG, Bielefeld

Globalfoundries hatte vor fünf Gerichten in den USA und in Deutschland wegen 17 Patenten geklagt, nun sind es bei TSMC gleich 25 Patente in Singapur sowie ebenfalls in den USA und Deutschland. Das ist kein Zufall, denn dort stehen die Fabs - also die Halbleiterwerke - von Globalfoundries. Laut TSMC sind Patente für die 40-nm-, 28-nm-, 22-nm-, 14-nm- und 12-nm-Nodes betroffen. Gestritten wird um Lithografie-Methoden wie Double-Patterning (Doppelbelichtung), Finfet-Designs, Ätzverfahren und Gate-Strukturen bei der Fertigung von Transistoren. Durch die Klage will TSMC auch Ausgleichszahlungen von Globalfoundries erhalten.

TSMC verklagt zumindest laut Pressemitteilung keine Partner von Globalfoundries, sondern offenbar nur den Auftragsfertiger selbst. Allerdings spricht TSMC davon, dass der Verkauf von Produkten mit Patentverletzungen gestoppt werden solle - die neben Kompensationszahlungen übliche Forderung bei solchen immer wieder vorkommenden Klagen.

Globalfoundries hingegen nannte im angehängten Schriftstück (PDF) wichtige TSMC-Kunden wie Apple, Broadcom, Mediatek, Nvidia, Qualcomm und Xilinx - nicht aber AMD, wohl weil diese einer der wichtigsten Abnehmer von bei Globalfoundries gefertigten Chips sind und nicht verärgert werden sollen.

Nachtrag vom 1. Oktober 2019, 15:53 Uhr

Globalfoundries hat per Statement reagiert: TSMC nutzte "seit langem seine dominante Marktposition, um Druck auf seine kleineren Wettbewerber auszuüben. Die heute eingeleiteten Vergeltungsklagen stehen im Einklang mit diesem Verhalten. Wir haben volles Vertrauen in unsere Position und den Rechtsweg, und wir lassen uns von diesen Maßnahmen nicht einschüchtern."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Raenef 01. Okt 2019 / Themenstart

Vielleicht geht es genau darum, du verklagst mich? Kann ich auch

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth

WLAN-Überwachungskameras lassen sich ganz einfach ausknipsen - Golem.de zeigt, wie.

Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth Video aufrufen
iPhone 11 im Test: Zwei Kameras beim iPhone reichen
iPhone 11 im Test
Zwei Kameras beim iPhone reichen

Das iPhone Xr war der heimliche Verkaufsschlager der letzten iPhone-Generation, mit dem iPhone 11 bekommt das Gerät nun einen Nachfolger. Im Test zeigt sich, dass Käufer auf die Kamerafunktionen der Pro-Modelle nicht verzichten müssen, uns stört auch das fehlende dritte Objektiv nicht - im Gegensatz zum Display.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. China Apple entfernt Hongkonger Protest-App aus App Store
  2. Smartphone Apple bietet kostenlose Reparatur für iPhone 6S an
  3. iPhone und iPad Apple forscht an fühlbarer Displaytastatur

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

Mario Kart Tour im Test: Fahrgeschäft mit Spaßbremse
Mario Kart Tour im Test
Fahrgeschäft mit Spaßbremse

Den schnellsten Spielmodus gibts nur mit Monatsabo, dazu der Onlinezwang trotz eines (noch) fehlenden Multiplayermodus und Lootboxen: Mario Kart für mobile Endgeräte bietet zwar nette Wettrennen mit Figuren aus der Welt von Nintendo - aber als Spieler fühlen wir uns nicht sehr willkommen.
Von Peter Steinlechner


      •  /