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Patentstreit: Philips fordert Verkaufsstopp für Nintendo Wii U

Seit Jahren soll Nintendo gegen Patente von Philips verstoßen. Jetzt hat der niederländische Konzern Klage in den USA eingereicht und fordert Entschädigung – und einen Verkaufsstopp für die Wii U und eine Reihe weiterer Produkte.
/ Peter Steinlechner
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Nintendo Wii U (Bild: Nintendo)
Nintendo Wii U Bild: Nintendo

Nintendo kämpft derzeit mit einer Reihe von Problemen , jetzt kommt ein größeres dazu: Philips hat vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware eine Klage gegen Nintendo eingereicht. Der niederländische Konzern fordert darin einen Verkaufsstopp für die Wii U in den USA. Auch die – grundsätzlich sowieso eingestellte – Wii und Zubehör wie der Controller oder das Balance Board soll Nintendo nicht mehr anbieten dürfen.

Wii U – Test
Wii U – Test (05:47)

Philips schreibt in der Klageschrift(öffnet im neuen Fenster) , dass Nintendo gegen zwei Patente verstoße. Das eine nennt Philips "das 379er Patent" : Es stammt aus dem Jahr 2001 und beschreibt ein "Virtual Body Control Device" – gemeint ist die Art, wie reale Bewegung in eine virtuelle Welt übertragen wird. Philips habe Nintendo bereits 2011 per Brief über die Patentverletzung informiert, passiert sei dann aber nichts.

Das andere Patent nennen die Philips-Anwälte "das 231er Patent" , das im Jahr 2013 erteilt wurde. Es trägt den Titel "User Interface System Based on Pointing Device". Vereinfacht gesagt geht es um ein Computersystem, das mit einem Eingabegerät wie der Wiimote bedient wird.

Neben einem Verkaufsstopp für die Wii U und die anderen Geräte fordert Philips auch Schadensersatz von Nintendo. Die japanische Firma hat sich bislang nicht zu der Angelegenheit geäußert.


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