Abo
  • Services:

Patentstreit: Motorola macht Microsoft ein Angebot

Im Streit zwischen Motorola und Microsoft um mögliche Importverbote für Geräte beider Hersteller hat Motorola Microsoft ein Angebot unterbreitet. Demnach will Motorola weniger Geld für sein H.264-Patent verlangen und selbst für ein Activesync-Patent zahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Xbox 360
Xbox 360 (Bild: David Becker/Getty Images)

Motorola will künftig 33 US-Cent pro Gerät für die Nutzung der von Microsoft genutzten Activesync-Software bezahlen. Gleichzeitig wolle Motorola 50 US-Cent pro Gerät von Microsoft für die Nutzung eines H.264-Patents, schreibt Bloomberg. Das Angebot kommt etwa drei Wochen vor einem von der ITC gesetzten Termin am 17. Juli 2012, ab dem ein Verkaufsverbot für Smartphones von Motorola gilt.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  2. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München

Beide Firmen haben bei der International Trade Commission Importstopps erwirkt, die jedoch noch nicht in Kraft getreten sind. Von dem Importverbot bedroht sind sämtliche Smartphones von Motorola mit Activesync, auf dessen Push-Funktion Microsoft ein Patent hält. Microsoft droht ein Einfuhrverbot für seine Xbox 360, die den H.264-Codec nutzt, auf den wiederum Motorola mehrere Patente hält.

Schädliche Streitereien

Das FTC hält solche Importstopps für schädlich, denn sie schadeten der Wirtschaft. Sie seien wettbewerbsfeindlich, kundenunfreundlich und behinderten Innovationen, erklärte die für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz zuständige Federal Trade Commission (FTC) in einem Schreiben an die International Trade Commission (ITC), die Behörde, die die Importverbote verhängt.

Motorola und Microsoft streiten auch vor dem Landgericht in Mannheim wegen der Push-Funktion. Dort hatte das Gericht in erster Instanz der Klage Microsofts stattgegeben.

Vor dem gleichen Gericht hatte Motorola im Gegenzug ein Verkaufsverbot gegen Microsofts Produkte Xbox 360 und Windows 7 erwirkt, das aber bislang ohne Wirkung bleibt. Microsoft hatte danach eines seiner deutschen Vertriebszentren in die Niederlande verlegt.

Update vom 21. Juni 2012, 21:00 Uhr

Inzwischen hat Microsoft das Angebot von Motorola abgelehnt. Der Microsoft-Justiziar Horacio Gutierrez schreibt in einer E-Mail, Microsoft lehne gut gemeinte Angebote nicht ab. Google verlange aber für weitere H.264-Patente überzogene Preise. Die gleichzeitige Veröffentlichung des Angebots sei lediglich ein Winkelzug.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€

maddos 22. Jun 2012

Xbox kann kein Blueray abspielen :)

fad al-erroh 22. Jun 2012

schon allein, dass du immer "M$" schreibst disqualfiziert dich fuer jegliche serioese...

jt (Golem.de) 21. Jun 2012

Danke für den Hinweis. Ich habe dem Artikel ein entsprechendes Update hinzugefügt.


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key 2 - Hands on

Das Key2 ist das Nachfolgemodell des Keyone. Das Grundprinzip ist gleich. Im unteren Gehäuseteil gibt es eine fest verbaute Hardware-Tastatur. Darüber befindet sich ein Display im 3:2-Format. Das Schreiben auf der Tastatur ist angenehm. Im Juli 2018 kommt das Key2 zum Preis von 650 Euro auf den Markt.

Blackberry Key 2 - Hands on Video aufrufen
Business-Festival: Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden
Business-Festival
Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden

Cebit 2018 Zur ersten neuen Cebit sind deutlich weniger Besucher als im Vorjahr gekommen. Dennoch feiern Messe AG, Bitkom und Aussteller den Relaunch der Veranstaltung als Erfolg. Die Cebit 2019 wird erneut etwas verlegt.

  1. Festival statt Technikmesse "Die neue Cebit ist ein Proof of Concept"

CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


    Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
    Volocopter 2X
    Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

    Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
    Von Nico Ernst

    1. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
    2. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben
    3. Verkehr Porsche entwickelt Lufttaxi

      •  /