Patentstreit: Broadcom droht VW mit Lieferstopp für mehrere Modelle

Patentstreitigkeiten rund um Smartphones sind hinlänglich bekannt. Mit der zunehmenden Digitalisierung ist nun auch die Autoindustrie davon betroffen.

Artikel veröffentlicht am ,
Entertainment-System des E-Golf
Entertainment-System des E-Golf (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der Chiphersteller Broadcom setzt den Autokonzern Volkswagen mit einer Patentklage unter Druck. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete, fordert Broadcom für die Nutzung von 18 Patenten für Navigations- und Unterhaltungssysteme eine Milliarde US-Dollar. Betroffen sind die Modelle Golf, Passat, Touran und Tiguan sowie Modelle von Porsche und Audi. Broadcom droht zudem damit, die Produktion verschiedener Varianten gerichtlich stoppen zu lassen.

Stellenmarkt
  1. IT Netzwerkadministrator (m/w/d) Firewall / Security
    Landkreis Prignitz, Perleberg
  2. Embedded Softwareentwickler (m/w/d) für Medizinprodukte
    Ziehm Imaging GmbH, Nürnberg
Detailsuche

VW bestätigte laut Spiegel und Reuters den Eingang der Patentklagen in München und Mannheim. VW habe den Inhalt der Klagen geprüft und rechtliche Schritte eingeleitet, sagte ein Sprecher. Zu Details und dem Umfang der Klage wollte sich das Unternehmen nicht äußern. VW habe mittlerweile Gespräche mit Broadcom aufgenommen, schrieb der Spiegel.

Klage gegen Toyota in den USA

In den USA hatte Broadcom bereits im Mai 2018 eine Patentklage gegen die japanischen Unternehmen Toyota, Panasonic und Denso Ten eingereicht. Diese Klage wird seit Juni 2018 von der US Handelsbehörde ITC geprüft. Darin geht es unter anderem um Ortungssysteme sowie Grafik- und Videodarstellungen.

Verbände von Autoherstellern wiesen in einer Stellungnahme an die ITC (PDF)darauf hin, dass die Ausnutzung von Patenten für relativ kleine Komponenten, um damit den Verkaufsstopp komplexer Produkte wie etwa Autos zu erreichen, dem US-Patentsystem widerspreche und Innovationen verhindere. Wegen der aufwendigen Test- und Zulassungsverfahren seien die Autohersteller nicht in der Lage, kurzfristig Ersatzkomponenten zu besorgen.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
  2. Microsoft Dynamics 365 Guides mit HoloLens 2: virtueller Ein-Tages-Workshop
    16. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Besonders viele Patentklagen gab es in den vergangenen Jahren im Mobilfunkgeschäft, wo vor allem der jahrelange Patentkrieg zwischen Apple und Samsung für Aufmerksamkeit sorgte. Mit dem zunehmenden Einbau von Chips und Kommunikationstechnik in Fahrzeugen droht auch die Autoindustrie stärker davon betroffen zu werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


SJ 06. Nov 2018

Da hat die Werbung bei dir gut gewirkt, wenn du meinst, dass Patente Innovationen fördern.

amagol 06. Nov 2018

Patent != Design Patent (Geschmacksmusterschutz) Hast du schon mal versucht auf einer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Open Source
"Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden"

Die E-Mail eines großen Konzerns an den Entwickler von Curl zeigt wohl eher aus Versehen, wie problematisch das Verhältnis vieler Firmen zu Open-Source-Software ist.

Open Source: Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden
Artikel
  1. Start von Peacock: Was für ein winziges Sortiment
    Start von Peacock
    Was für ein winziges Sortiment

    Wir haben uns angeschaut, was die Integration von Peacock für Sky-Abonnenten bringt. Mit weniger als 70 Neuzugängen nicht gerade viel.
    Eine Analyse von Ingo Pakalski

  2. Streaming und Fußball: Dazn kostet monatlich doppelt so viel wie bisher
    Streaming und Fußball
    Dazn kostet monatlich doppelt so viel wie bisher

    Der Anbieter Dazn hat den Preis für Neukunden drastisch erhöht, um die hohen Kosten für Sportrechte reinzuholen.

  3. Bundesservice Telekommunikation: Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt
    Bundesservice Telekommunikation
    Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt

    Inzwischen ist offensichtlich, dass der Bundesservice Telekommunikation zum Bundesamt für Verfassungsschutz gehört.
    Von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Palit RTX 3080 12GB 1.548,96€ • Acer Curved Gaming-Monitor 27" 259€ • Corsair 16GB DDR4-4000 111,21€ • MindStar (u.a. 8GB DDR5-4800 89€) • 10% auf Gaming bei Ebay (u. a. Gigabyte 34" Curved UWQHD 144Hz 429,30€) • Edifier Aktivlautsprecher 119€ • 4 Blu-rays für 22€ [Werbung]
    •  /