Patentstreit: Asus verkauft wegen Philips keine Smartphones und Tablets

Asus verkauft momentan keine Android-Smartphones und -Tablets mehr in Deutschland. Im Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) sind alle Geräte mit dem Zusatz "nicht lieferbar" versehen und können nicht bestellt werden. Auf der deutschen Asus-Webseite(öffnet im neuen Fenster) erscheinen die Geräte gar nicht.
Grund sind Patentstreitigkeiten mit Philips
Dem Hersteller zufolge betrifft der Verkaufsstopp alle Zenphones und Zenpads, die die Android-Version 5.0 oder höher installiert haben – also alle aktuellen Geräte. Grund dafür sind Patentstreitigkeiten mit Philips, wie Asus auf Nachfrage von Golem.de mitteilt.
Der taiwanische Hersteller kommt damit einem Urteil in erster Instanz vor dem Landgericht Mannheim nach, das es Asus verbietet, Geräte mit Display und der Android-Version 5.0 zu vertreiben. In seinem Urteil hatte das Gericht festgestellt, dass die Übersicht der zuletzt verwendeten Apps gegen ein Patent von Philips verstoße.
Asus spricht von einem Zufall, dass es bei dem Patentverfahren ausgerechnet sie getroffen habe, da die Funktion auch von zahlreichen anderen Herstellern von Android-Geräten verwendet werde. Ein Einspruch läuft bereits.
Auf andere Onlinehändler hat der Verkaufsstopp offenbar keine Auswirkungen. Asus-Geräte sind weiterhin lagernd bei verschiedenen Händlern erhältlich und können direkt bestellt werden.
Asus zufolge wurde seitens Google bereits ein Patch entwickelt, der das Problem beseitige. Dieser muss allerdings von Asus noch angepasst werden. Sobald dieser Patch auf die unter das Verkaufsverbot fallenden Geräte aufgespielt wurde, können diese wieder in den Handel gehen, wie Asus erklärt.
Nachtrag vom 24. Oktober 2016, 17:03 Uhr
Asus hat Golem.de mittlerweile den genauen Grund für den Verkaufsstopp mitgeteilt. Der Artikel wurde entsprechend überarbeitet.



