Patente: Qualcomm schließt 1,8- Milliarden-Dollar-Pakt mit Huawei

Trotz des Wirtschaftskriegs der USA gegen Huawei kann Qualcomm seine Patente an den chinesichen Smartphonehersteller lizenzieren.

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Qualcomm-Präsident Cristiano Amon spricht auf der CES-2020-Qualcomm-Pressekonferenz
Qualcomm-Präsident Cristiano Amon spricht auf der CES-2020-Qualcomm-Pressekonferenz (Bild: Qualcomm)

Qualcomm hat einen langwierigen Lizenzstreit mit Huawei Technologies beigelegt. Das gab der US-Hersteller von Systems-on-a-Chip (SoCs) am 29. Juli 2020 bekannt. Durch einen "langfristigen Vertrag" mit dem Smartphone-Hersteller Huawei erhalte Qualcomm 1,8 Milliarden US-Dollar zur Deckung zuvor nicht bezahlter Lizenzgebühren.

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Der Vergleich sichert Huawei in einer mehrjährigen Vereinbarung die Lizenzierung der patentierten Qualcomm-Technologien, erklärte Qualcomm Chief Executive Steve Mollenkopf. Dadurch werde der Umsatz künftig steigen.

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen" und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste. Dadurch musste der Verkauf von Qualcomm-Chips an Huawei so gut wie eingestellt werden, dies habe aber laut Informationen des Wall Street Journals keinen Einfluss auf die neue Lizenzvereinbarung. Qualcomm hat kein Interesse an dem Wirtschaftskrieg der USA gegen Huawei und möchte nach Aussagen eines Managers im Gespräch mit Golem.de weiter seine Chips nach China verkaufen.

Der in San Diego ansässige Chiphersteller kündigte den Huawei-Pakt bei der Vorstellung seiner Quartalsergebnisse an. Danach hat sich der Umsatz mit 4,89 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Der Gewinn ging im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 845 Millionen US-Dollar zurück. Umsatz und Gewinn übertrafen dennoch die Erwartungen der Wall-Street-Analysten.

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Die Lizenzierungspraktiken von Qualcomm sind in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend umstritten, da einige Hersteller argumentieren, Qualcomm nutze seine Macht als Chiplieferant, um unfaire Patentgebühren zu erheben. Qualcomm wehrt sich gegen ein Kartellverfahren der US Federal Trade Commission (FTC) wegen seiner Lizenzierungspraktiken. Gegen den von der Aufsichtsbehörde gewonnenen Fall wurde Berufung eingelegt.

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