Patentantrag: Apple Pay von Nutzer zu Nutzer denkbar

Wer mit Apple Pay bezahlen will, muss sich einen Händler suchen, der das System unterstützt und vor dessen Kartenterminal mit dem iPhone oder der Apple Watch wedeln. Das ist bisher nur in den USA möglich, weitere Länder sollen aber bald folgen.
Künftig könnte die Zahlung auch zwischen zwei iPhones möglich sein. Dieses Verfahren zur Geldüberweisung zwischen zwei Anwendern beschreibt Apple in einem Patentantrag. Darin wird eine Funkverbindung geschildert, die zwischen den Smartphones aufgebaut wird, und bei der es sich um NFC oder Bluetooth handeln könnte.
Der zahlende Anwender wählt die Kreditkarte aus, mit der er die Transaktion durchführen will und gibt einen Betrag ein. Die Transaktion wird mit einem PIN-Code oder dem Fingerabdruck autorisiert. Der empfangende Anwender akzeptiert die Übertragung, die ihm auf dem Display angezeigt wird und kann bestimmen, welchem Konto beziehungsweise welcher Karte der Geldbetrag gutgeschrieben werden soll.
Eine problemlose Transaktion zwischen zwei Endgeräten könnte auch für kleine Händler interessant sein, die kein aufwendiges Terminal besitzen. Aktuell bietet Paypal eine Möglichkeit, kleine Geldbeträge bargeldlos zwischen zwei Endanwendern zu übertragen.
Der Patentantrag 20150186887(öffnet im neuen Fenster) wurde schon Ende September 2014 gestellt und erst jetzt veröffentlicht.
Bislang ermöglicht Apple Pay nur Kreditkartentransaktionen, wobei innerhalb des Secure Elements im iPhone die erforderlichen Daten gespeichert werden. Denkbar ist aber auch, dort andere Kartendaten abzulegen. Laut einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) von The Information will Apple mit weiteren Anbietern zusammenkommen, die Zugangskontrollsysteme für Gebäude oder Lösungen für elektronische Tickets im öffentlichen Nahverkehr entwickeln.



