Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Patentanträge: Tesla Cybertruck-Panzerglas verliert sein Geheimnis

Tesla hat in Patentanträgen Details zum Cybertruck offenbart: Neben dem Panzerglas geht es um die Benutzeroberfläche und die Laderaum-Abdeckung.
/ Andreas Donath
182 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Cybertruck (Bild: Tesla)
Cybertruck Bild: Tesla

Tesla hat rund um den kommenden Cybertruck mehrere Patente beantragt, die jetzt veröffentlicht wurden. Angeblich soll das Fahrzeug Ende 2021/Anfang 2022 ausgeliefert werden. In den Patentschriften wird ein Einblick in das Benutzerinterface gegeben. Unter anderem wird gezeigt, wie die versenkbare Abdeckung(öffnet im neuen Fenster) für den Laderaum integriert wird. Auch zum Panzerglas, das durch eine spektakuläre Panne bei der Präsentation des Pick-Ups 2019 weltweit bekanntwurde, gibt es Details.

Die Benutzeroberfläche bietet verglichen mit bisherigen Tesla-Interfaces einige Neuigkeiten: In einem Patentantrag ist zu erkennen, was passiert, wenn ein Anhänger an die Anhängerkupplung angeschlossen wird oder sich das Auto im Gelände bewegt. Die geteilte Fensteransicht mit paralleler Nachrichten- und Kalenderansicht könnte auch in anderen Teslas kommen.

Die Solarzellen-gespickte Abdeckung, die den Laderaum schützt, wird elektrisch eingezogen und auf einer Rolle tief im Fahrzeug(öffnet im neuen Fenster) aufgewickelt. Die Abdeckung besteht aus miteinander verzahnten Paneelen, ähnlich wie ein Rollladen. Tesla wählt allerdings ein System mit Schienen und Rollen für die Führung der Abdeckung, die angeblich auch mit Solarzellen bestückt werden kann.

Die wohl interessanteste Patentanmeldung dürfte die für ein beständiges Glas für Fahrzeuge(öffnet im neuen Fenster) sein. Während der Livepräsentation wollte Tesla zeigen, wie stabil die Scheiben des Cybertrucks sind. Designchef Franz von Holzhausen warf eine Stahlkugel gegen das Glas, um die Unzerstörbarkeit zu demonstrieren. Der Wurf führte zu einem deutlich sichtbaren Schaden am Glas. Der zweite Versuch hatte denselben Effekt. Später sagte Tesla, dass die Scheibe während der Generalprobe beschädigt wurde.

Im Patentantrag heißt es, die Erfinderin des Glases sei die Ingenieurin Rosie Mottsmith, die das Glas eigentlich für den Tesla Semi entwickelte. Erwähnt wird auch, dass sich das Glas aus drei Schichten zusammensetzt. Die äußere Schicht aus Borosilikat ist 2 bis 5 mm dick und die innere Schicht aus Aluminiumsilikat ist 0,5mm bis 1,1mm dick. Die Schicht in der Mitte verbindet beide Gläser miteinander. Der Glas-Sandwich soll eine Versagenswahrscheinlichkeit von höchstens 10 Prozent bei einem Aufprall von 2 Joule haben. Zum Vergleich: Softairwaffen, die Geschossen eine Energie von weniger als 7,5 Joule, aber mehr als 0,5 Joule erteilen, sind ab 18 Jahren frei verkäuflich.

Die Preise für den Cybertruck starten in den USA nach Angaben des Unternehmens bei 39.900 US-Dollar für das Basismodell mit Heckantrieb. Das Fahrzeug mit Allradantrieb wird für 49.900 US-Dollar angeboten, das Drei-Motor-Modell kostet in der Basisausstattung 69.900 US-Dollar.

Tesla stellt Cybertruck vor (Zusammenfassung)
Tesla stellt Cybertruck vor (Zusammenfassung) (12:43)

Relevante Themen