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Patentanmeldung: Kirche plant digitalen Klingelbeutel für Kartenzahlungen

Die Evangelische Kirche will einen digitalen Klingelbeutel einführen, damit auch Kreditkarten- und Girocard-Inhaber spenden können. Ein Muster für die digitale Kollekte ist zum Patent angemeldet und auch schon gebaut worden.
/ Andreas Donath
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Digitaler Klingelbeutel (Bild: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)
Digitaler Klingelbeutel Bild: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Der moderne Klingelbeutel soll künftig neben Bargeld auch Kartenzahlungen akzeptieren. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz EKBO hat eine entsprechende Idee zum Patent angemeldet(öffnet im neuen Fenster) und das Gerät auch bauen lassen.

Optisch ist es kaum von einem herkömmlichen Klingelbeutel zu unterscheiden - sonst könnten die Spender kein Bargeld einwerfen, ohne dass andere sehen, wie viel gespendet wurde. Durch etwas Elektronik am Griff ist es aber auch möglich, eine bargeldlose Kollekte per Girocard oder Kreditkarte zu entrichten, und zwar ohne Pin über NFC. Mangels Tastenfeld kann nur der festgelegte Betrag pro Kontakt gespendet werden, der auf einem Display eingeblendet wird.

Gebaut wurde der Prototyp vom IT-Referat der EKBO sowie Privatunternehmen. Hintergrund des digitalen Klingelbeutels: Neben der wachsenden Bedeutung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist es auch immer schwerer, Bargeld bei Banken abzugeben. Einerseits sind die Wege auf dem Land weit, zudem werden Einzahlungsgebühren verlangt. Projektpartner sind die Evangelische Bank, die KD-Bank und die Hilfswerk-Siedlung.

Im Herbst 2018 will sich die Synode(öffnet im neuen Fenster) der Landeskirche mit dem digitalen Klingelbeutel befassen, denn das System ist grundsätzlich in ganz Deutschland nutzbar. Auch eine bundesweite Kollekte-App und Stationen für bargeldlose Spenden im Ausgangsbereich der Kirchen sind geplant.


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