Patent: Spekulationen über Biofeedback und die Playstation 5
Ein Patentantrag von Sony beflügelt die Fantasie der Community. Es geht um neue Funktionen für die Playstation 5 und insbesondere um immer wieder gestreute Hinweise auf mindestens eine wichtige Neuerung, die bislang nicht angekündigt wurde – gesagt hat das unter anderem Jim Ryan, Chef der Spielesparte bei Sony, im Januar 2020 bei einem Gespräch mit der japanischen Ausgabe von Business Insider(öffnet im neuen Fenster).
Das nun aufgetauchte Patent beschreibt etwas, das es momentan tatsächlich nicht gibt: ein System zur Erfassung von Biofeedback(öffnet im neuen Fenster). Es geht darum, beim Spieler durch Messung der Herzfrequenz und der elektrodermalen Aktivität – vereinfacht gesagt: Leitfähigkeit der Haut – dessen Gefühlszustand zu ermitteln.
Als Reaktion darauf könnte etwa bei einem angespannten Spieler der Schwierigkeitsgrad gesenkt werden, um ihn nicht zu überfordern.
Das System in dem Patentantrag ist nicht direkt in ein Gamepad eingebaut. Stattdessen geht es um eine Art Modul für einen Controller, etwa zum Aufstecken an die Griffe. Wichtig ist laut dem Text, dass der Kontakt zum Anwender nicht verloren geht.
Besondere Erwähnung finden "Head-mountable Displays", womit normalerweise Virtual-Reality-Headsets gemeint sind – möglicherweise spielt Sony mit dem Gedanken, das System für Playstation VR 2 zu verwenden.

Entwicklerstudios und Hardwarehersteller beschäftigen sich immer wieder mit Biofeedback. 1998 hatte Nintendo für die Konsole N64 einen Bio-Sensor veröffentlicht, der den Puls am Ohrläppchen messen konnte. Das beeinflusste dann die Geschwindigkeit von Tetris 64. 2009 griff Nintendo die Idee wieder auf und kündigte den Wii-Vitality-Sensor an, der aber nie veröffentlicht wurde.
Auch Valve hat sich schon mit Biofeedback beschäftigt. Unter anderem in Prototypen des Steam Controllers waren entsprechende Sensoren verbaut, später war davon nichts mehr zu sehen. Die Technologie klingt spannend, wirft aber vielfältige Probleme auf: etwa im Hinblick auf Datenschutz sowie das Balancing und auf Hacking in Multiplayerpartien. Außerdem dürfte es viele Spieler geben, die eine Erfassung ihrer Biodaten schlicht als Verletzung ihrer Privatsphäre erleben und deshalb ablehnen würden.
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