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Patent: Apple will Blindbedienung für Touchscreen-Displays

Apples mobile Geräte mit Touchscreen lassen sich nur bedienen, wenn das Display eingeschaltet wird – auch wenn nur ein Lied übersprungen werden soll. Das könnte sich jedoch ändern, wenn ein Patent in die Tat umgesetzt wird, das Apple zugesprochen wurde.
/ Andreas Donath
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Lassen sich iOS-Geräte bald mit ausgeschaltetem Display bedienen? (Bild: Andreas Donath/Golem.de)
Lassen sich iOS-Geräte bald mit ausgeschaltetem Display bedienen? Bild: Andreas Donath/Golem.de

Apple hat in den USA ein Patent zugesprochen bekommen, das einen Touchscreen beschreibt, der mit einfachen Gesten auch benutzt werden kann, wenn das Display ausgeschaltet bleibt. Damit soll bei mobilen Geräten Energie gespart werden können.

In der Patentschrift wird erwähnt, dass das Display für diesen Einfachmodus nicht unbedingt deaktiviert sein muss. Der Benutzer soll es jedoch ohne visuelle Rückkopplung bedienen können – um etwa die Musikwiedergabe zu steuern oder die Lautstärke zu ändern. Dazu müssten einfache Gesten implementiert werden, bei denen die exakte Positionierung der Fingerspitze unwichtig ist. Mit einem solchen Design könnte Apple die wenigen noch verbliebenen echten Schalter am iPhone, iPad oder iPod Touch auf ein Minimum reduzieren, was zusätzlich Kosten einsparen und die Reparaturanfälligkeit reduzieren könnte: Was physisch nicht vorhanden ist, kann auch nicht kaputtgehen.

Damit in diesem Modus keine unfreiwilligen Eingaben allein durch das Anfassen gemacht werden, will Apple laut der Patentschrift einen Umschaltmodus für die Touchscreen-Eingaben einbauen. Wie der aktiviert und wieder ausgeschaltet wird, lässt das Patent offen.

Wie die Bedienung aussehen könnte, vermittelte Apple schon mit dem quadratischem iPod Nano, der praktisch nur über den Touchscreen bedient wurde und nur wenige Eingaben zuließ. Allerdings musste das Display stets eingeschaltet werden.

Apple hatte das Patent 8,407,623(öffnet im neuen Fenster) schon im Juni 2009 eingereicht. Es wurde erst jetzt bewilligt. Ob daraus jemals ein konkretes Produkt wird, ist nicht abzusehen.


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