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Patchday-Rekord: Fast 1.000 Sicherheitslücken in Windows, Office und Co.

Security-Alert
Noch nie zuvor hat Microsoft innerhalb eines Monats so viele Sicherheitslücken gepatcht. Anwender sollten zügig updaten, denn Attacken laufen bereits.
/ Marc Stöckel
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Microsoft hat zum September-Patchday einen neuen Rekord aufgestellt. (Bild: Riccardo Milani / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Microsoft hat zum September-Patchday einen neuen Rekord aufgestellt. Bild: Riccardo Milani / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Microsoft hat zum September-Patchday mal wieder einen neuen Rekord aufgestellt. Erstmals hat der Konzern über all seine Produkte hinweg innerhalb eines Monats fast 1.000 Sicherheitslücken geschlossen. Viele davon entfallen wie üblich auf das Betriebssystem Windows. Zwei dieser Lücken werden sogar schon aktiv ausgenutzt. Anwender sollten die neuesten Updates daher zügig einspielen.

Laut Microsofts Release-Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) beläuft sich die Anzahl der Sicherheitslücken, die das Unternehmen zum September-Patchday geschlossen hat, auf 974. Hinzu kommen 25 Patches aus Drittanbieterprojekten. Insgesamt werden mit den September-Updates also 999 Sicherheitslücken adressiert.

723 Lücken werden alleine dem Betriebssystem Windows zugeschrieben. Weitere 111 Sicherheitslücken ordnet Microsoft jeweils Microsoft Office (ohne 2016) und Office 2016 zu, 62 Lücken der SQL-Produktfamilie, 22 den Entwicklertools, 16 Sharepoint Server und 12 Microsoft Azure. Die übrigen Lücken verteilen sich auf Skype for Business, Exchange Server und andere Produkte.

Windows-Systeme unter Beschuss

Hinweise auf eine aktive Ausnutzung gibt es laut Microsoft bisher nur für CVE-2026-81963(öffnet im neuen Fenster) und CVE-2026-85880(öffnet im neuen Fenster). Die beiden Lücken erreichen jeweils einen hohen Schweregrad (CVSS: 7,8) und ermöglichen eine Rechteausweitung auf "System" – in einem Fall über den Windows-Update-Stack, im anderen über die ALPC-Komponente (Advanced Local Procedure Call) von Windows.

Neben diesen Lücken gibt es allerdings noch andere erwähnenswerte Schwachstellen. Dustin Childs von der Zero Day Initiative (ZDI) hebt in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) beispielsweise CVE-2026-55007(öffnet im neuen Fenster) hervor. Damit können Angreifer Schadcode auf Exchange-Servern zur Ausführung bringen, indem sie lediglich Mails mit einem speziell gestalteten Visio-Anhang verschicken.

Wurmartige Angriffe möglich

Childs hat in Microsofts September-Patchday-Release nach eigenen Angaben 20 Sicherheitslücken identifiziert, die er als "wormable" einstuft. Sie eignen sich also, um Schadcode automatisiert und ohne Nutzerinteraktion innerhalb kurzer Zeit auf unzählige Windows-Systeme zu verbreiten. Die 20 Lücken klaffen unter anderem im DHCP-(öffnet im neuen Fenster) und DNS-Server(öffnet im neuen Fenster) sowie Netlogon(öffnet im neuen Fenster), dem SMB-Client(öffnet im neuen Fenster) und vielen weiteren(öffnet im neuen Fenster) Windows-Komponenten.

Nach Zählung der ZDI hat Microsoft im Jahr 2026 bisher insgesamt 2.760 Sicherheitslücken geschlossen – und damit schon mehr als doppelt so viele wie im gesamten vorherigen Rekordjahr 2020, als es 1.250 Lücken waren. Der sprunghafte Anstieg dürfte vor allem auf den Einsatz von KI zurückzuführen sein, der die Schwachstellenforschung auch bei anderen Softwareprojekten zuletzt massiv anfachte.

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