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Patchday: Microsoft behebt Sicherheitslücke aus Windows-95-Zeiten

Alle Windows -Versionen seit 95 haben eine Sicherheitslücke, die die Manipulation des Datenverkehrs ermöglichen soll. Microsoft bezeichnet das Problem nicht als kritisch, der Entdecker sieht es anders – und will auf der Black Hat mehr verraten.
/ Hauke Gierow
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Ein glücklicher Käufer von Windows 95 (Bild: Torsten Blackwood/Getty Images)
Ein glücklicher Käufer von Windows 95 Bild: Torsten Blackwood/Getty Images

Microsoft hat an seinem Patchday eine Uralt-Sicherheitslücke aus Windows-95-Zeiten geschlossen(öffnet im neuen Fenster) . Das Sicherheitsproblem mit dem Namen Badtunnel soll auf der diesjährigen Black Hat genauer vorgestellt werden. Außerdem wurden mehrere kritische Sicherheitslücken im Edge-Browser geschlossen.

Microsoft und der Entdecker bewerten die Badtunnel-Sicherheitslücke unterschiedlich. Microsoft selbst bezeichnet die Lücke nicht als kritisch, rät aber trotzdem zum Update. Der Entdecker Yang Yu von der chinesischen Firma Tencent hingegen sagte Forbes(öffnet im neuen Fenster) , dass Angreifer durch den Fehler in der Lage seien, den Netzwerkverkehr des Opfers über eigene Rechner umzuleiten. Ein erfolgreicher Exploit setzt allerdings Mitwirkung durch den Nutzer voraus, dieser muss entweder einen manipulierten Link anklicken oder einen USB-Stick einstecken.

Mit Hilfe der Sicherheitslücken soll es auch möglich sein, Windows-Updates zu manipulieren. Für die Entdeckung der Lücke wurde nach Angaben von Forbes ein Bounty von 50.000 US-Dollar gezahlt.

Wer ältere Windows-Versionen einsetzt, die nicht mehr unterstützt werden, kann Probleme vermeiden, indem er den Netbios-Dienst über TCP/IP deaktiviert(öffnet im neuen Fenster) . Alternativ kann auch ausgehender Traffic über den Netbios-Port 137 blockiert werden.

Weitere gepatchte Lücken

Die Lücke im Edge-Browser versetzt einen Angreifer den Angaben zufolge in die Lage, das Programm über manipulierte Webseiten zu kapern und Schadcode auszuführen. Ähnliche Sicherheitslücken sollen in den Versionen 9 und 11 des Internet Explorers existieren. Außerdem wurde ein Fehler im Windows-DNS-Server(öffnet im neuen Fenster) behoben. Angreifer waren hier in der Lage, eine Use-After-Free-Lücke auszunutzen.


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