Patch-Tuesday: Microsoft verteilt Patch für ausgenutzte Kernel-Lücke

Nach einigen Auseinandersetzungen zwischen Google und Microsoft ist es nun so weit: Die kritische Sicherheitslücke im Kernel ist gepatcht. Am Patch Tuesday behebt Microsoft außerdem eine Lücke in Secure Boot.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft patcht eine kritische Sicherheitslücke.
Microsoft patcht eine kritische Sicherheitslücke. (Bild: Lucy Nicholson/Reuters)

Microsoft verteilt mit dem aktuellen Windows-Update einen Patch für eine von Angreifern angeblich aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke im Windows-Kernel. Das Unternehmen hatte den Patch in der vergangenen Woche angekündigt und Google für die frühzeitige Information der Öffentlichkeit kritisiert. Google hatte den Schritt mit einer eigenen Policy begründet, aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken nach sieben Tagen zu veröffentlichen.

Die Sicherheitslücke betrifft eine der zentralen Windows-Kernel-Bibliotheken mit dem Namen Win32k.sys, die unter anderem für die Kommunikation zwischen Darstellungsschicht und Kernel verantwortlich ist. Mit Hilfe von speziellem Code kann ein Angreifer lokale Benutzerrechte ausweiten (Privilege Escalation), um dann Code mit Administratorrechten auszuführen. Die Lücke wurde nach Angaben von Microsoft von der intern als Strontium bezeichneten Gruppe APT28 ausgenutzt.

Kampagne setzte nicht nur auf Kernel-Exploit

Die Kampagne setzte allerdings nicht nur auf den Kernel-Exploit, sondern eine weitere Sicherheitslücke in Flash. Adobe hatte diese vor mehreren Wochen mit einem Notfallupdate geschlossen. Nutzer von Windows 10 bekommen Flash-Updates für den Edge-Browser automatisch über Windows-Update ausgeliefert, deaktivieren lässt sich Flash in dem neuen Standardbrowser nicht.

Das Update wird für Windows Vista, Windows 7, Windows 8 sowie 8,1 und die aktuelle Version Windows 10 verteilt. Betroffen sind auch die Serversysteme mit den Nummern Windows Server 2012, Windows 2008 R2 und Windows Server 2008.

Ebenfalls mit dem aktuellen Update wird eine Sicherheitslücke in Secure Boot geschlossen, die einem Angreifer die Umgehung von Sicherheitsmechanismen ermöglicht. Der Patch entfernt einige verwundbare Boot-Policies, um die Ausnutzung der Sicherheitslücke zu verhindern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /