Pat Gelsinger: Laut Intel dauert die Chipknappheit noch bis 2023

Die globale Chipknappheit hält weiterhin an. Intel-CEO Pat Gelsinger ist sogar der Meinung, dass sie bis ins Jahr 2023 andauern wird. "Die gesamte Halbleiterknappheit ist ziemlich signifikant. Die Halbleiterindustrie ist um etwa 5 Prozent pro Jahr gestiegen – vor Covid-19" , sagt Gelsinger laut dem Newsportal Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) bei einem Besuch der eigenen Produktionsstätte in Malaysia.
Dem Intel-CEO zufolge sind vor allem die Lieferketten in den Jahren während der Coronapandemie zusammengebrochen. Derweil sei die Nachfrage nach Chips und Halbleitern sprungartig um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Es sei ein Stau bei Neubestellungen entstanden, der noch in Zukunft anhalten werde.
Bei seinem Besuch in Malaysia kündigte der Intel-CEO auch ein Investment von 6,26 Milliarden Euro in den Standort an. 4.000 neue Arbeitsplätze sollen unter anderem in einem neuen Werk entstehen. Intel lagert etwa das Packaging in das südostasiatische Land aus, ein wichtiger Schritt innerhalb der Chipfertigung.
Intel plant Standort in Europa
Das Packaging bringt alle einzelnen Chiplets auf einen gemeinsamen Träger, der wiederum auf Mainboards gelötet (im Mobilbereich) oder gesteckt (im Desktop-Bereich) wird. Intel und andere Chiphersteller beachten dabei auch das Layout und die Anordnung einzelner Teile auf dem Board.
Das Problem: Der Bau einer solchen Anlage dauert: "Es braucht einfach Zeit, diese Kapazitäten auszubauen, um auf die Nachfragespitzen zu reagieren" , sagt Gelsinger. Er will in naher Zukunft außerdem weitere Standorte in den USA und in Europa ankündigen. Details dazu nannte der Intel-CEO aber bisher nicht.