Passwortverwaltung: Lastpass meldet Servereinbruch
Über den Einbruch in seine Server berichtet das Unternehmen Lastpass in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) und gibt gleichzeitig Entwarnung: Zwar gebe es Hinweise, dass sich Unbekannte Zugriff auf die E-Mail-Adressen, deren Passworthinweise und vor allem die Authentifizierungshashes etlicher Benutzerkonten verschafft haben. Die in der Passwortverwaltung gespeicherten Kennwörter seien jedoch nicht betroffen. Dennoch werden alle Anwender per E-Mail aufgefordert, ihr Masterpasswort zu ändern.
Lastpass versichert, dass die Authentifizierungshashes, mit denen vom Masterpasswort der Benutzerkonten die bei Lastpass gespeicherten Schlüssel abgeleitet sind, mit zufälligen Salts und serverseitig 100.000 Iterationen von PBKDF2-SHA256 bearbeitet wurden. Die erbeuteten Hashes seien deshalb nur schwer und durch langwierige Berechnungen zu knacken. Die Länge der Salts erwähnt Lastpass nicht, standardmäßig wird ein 80-Bit-Salt verwendet.
Gegenmaßnahmen
Um seine Kunden zu schützen, verfolgt Lastpass eine doppelte Strategie. Zum einen werden Anwender per E-Mail aufgefordert, ihr Masterpasswort zu ändern. Sollten Anwender dieses Kennwort anderweitig verwendet haben, sollten sie es auch dort ändern. Außerdem müssen Lastpass-Benutzer neue Geräte, auf denen sie die Passwortverwaltung verwenden wollen, per E-Mail bestätigen. Alternativ kann die von Lastpass angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet werden, wenn sich Benutzer dafür entschieden haben.
Bereits 2011 berichtete das Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) , es habe "Anomalien" im Datenverkehr auf einigen seiner Server entdeckt und forderte ebenfalls seine Kunden auf, ihr Masterpasswort zu ändern. Es soll damals keine Hinweise gegeben haben(öffnet im neuen Fenster) , dass Angreifer Daten erbeuteten oder möglicherweise doch geklaute Passwörter entschlüsselt und verwendet hätten.
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