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Sicherheitslücke: 24.000 Server über 22 Jahre altes Passwort-Leck angreifbar

Angreifer können anfällige Server über eine uralte Lücke in den verbauten Management-Controllern kapern, indem sie Passwort-Hashes abgreifen und knacken.
/ Marc Stöckel
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Angreifer können aus der Ferne Tausende von Servern kapern. (Bild: pexels.com / Brett Sayles)
Angreifer können aus der Ferne Tausende von Servern kapern. Bild: pexels.com / Brett Sayles
Inhalt
  1. Sicherheitslücke: 24.000 Server über 22 Jahre altes Passwort-Leck angreifbar
  2. Kompromittiertes System entdeckt

Sicherheitsforscher von Lava haben 24.650 über das Internet erreichbare und für die Verwaltung von Serversystemen genutzte Baseboard Management Controller (BMC) ausfindig gemacht, die aufgrund einer zwei Jahrzehnte alten Sicherheitslücke Passwort-Hashes leaken. Teilweise erwiesen sich die Passwörter bei den Untersuchungen der Forscher(öffnet im neuen Fenster) sogar als leicht knackbar. Auch in Deutschland sind einige Systeme betroffen.

Bei der besagten Sicherheitslücke handelt es sich um CVE-2013-4786(öffnet im neuen Fenster). Sie betrifft laut Beschreibung das Management-Protokoll IPMI 2.0 (Intelligent Platform Management Interface(öffnet im neuen Fenster)) und ermöglicht es Angreifern, Passwort-Hashes abzugreifen und diese anschließend auf externen Systemen per Brute-Force-Attacke zu knacken.

"Der BMC kann bei der Anmeldung einen HMAC-SHA1-Authentifizierungscode zurückgeben, der anhand des dem Anforderer bekannten Kontopassworts und der Sitzungswerte berechnet wird. Ein nicht authentifizierter Remote-Teilnehmer, der den UDP-Port 623 erreichen kann, kann diese Antwort anfordern und Passwortversuche offline testen", erklären die Lava-Forscher.

Lücke besteht seit 2004

Die Sicherheitslücke ist zwar, wie schon die CVE-ID erahnen lässt, erst 2013 öffentlich bekannt geworden, nach Angaben der Forscher war sie aber schon von Beginn an in IPMI 2.0 enthalten – und damit seit 2004. Trotz dieses Alters sind noch heute 36.872 Server-BMCs über IPMI erreichbar und davon 24.650 anfällig für CVE-2013-4786, wie Lava auf einem eigenen Dashboard(öffnet im neuen Fenster) zeigt.

3.281 respektive rund neun Prozent aller erfassten Server stehen demnach in Deutschland. Das reicht im Ländervergleich immerhin für den zweiten Platz. Nur die USA können mit 14.303 noch mehr über IPMI erreichbare Systeme vorweisen. Ab Platz 3 folgen China (3.052), die Niederlande (2.025) und das Vereinigte Königreich (1.356).


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