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Passwörter geleakt: Berliner Senatsverwaltungen schränken Homeoffice ein

Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Landes-IT werden die VPN-Zugänge der Mitarbeiter gekappt. Der Grund: Passwörter sind an die Öffentlichkeit gelangt.
/ Marc Stöckel
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Ein Cyberangriff erschüttert Berlin. (Bild: pexels.com / Adrian Smarrelli)
Ein Cyberangriff erschüttert Berlin. Bild: pexels.com / Adrian Smarrelli

Der im August von der Hackergruppe Rhysida ausgeführte Cyberangriff auf die Berliner Senatsverwaltungen zwingt die Verwaltungen offenbar zu neuen Sicherheitsmaßnahmen. Wie der Tagesspiegel berichtet(öffnet im neuen Fenster), wurde der für das Homeoffice von Mitarbeitern genutzte VPN-Zugriff auf die Netzwerke der Verwaltungen gesperrt. Als Grund dafür werden neue Erkenntnisse bezüglich geleakter Passwörter genannt.

Nach Angaben einer Sprecherin soll seit Montag "kein externer Zugriff über eine bestimmte Software auf die IT-Infrastruktur" der betroffenen Verwaltungen mehr möglich sein. Dadurch stehen den Mitarbeitern aus dem Homeoffice keine Fachanwendungen mehr zur Verfügung.

Diese seien nur noch vom jeweiligen Arbeitsplatz im Büro aus zugänglich, heißt es. Der Abruf und Versand von E-Mails von außerhalb der Büros soll aber weiterhin gewährleistet sein.

Schon kurz nach Bekanntwerden des Cyberangriffs hatten die Senatsverwaltungen den Homeoffice-Zugriff eingeschränkt, ihn später aber wieder freigegeben. Als Grund für die erneute Sperrung nannte eine Senatssprecherin jüngst "bekanntgewordene Erkenntnisse", dass im Rahmen des Hackerangriffs einzelne Passwörter für Fachverfahren geleakt wurden.

Terabytes an Daten erbeutet

Der Tagesspiegel hatte am Montagmorgen eine Recherche veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster), laut der die von Rhysida erbeuteten Daten persönliche Zugangsdaten einiger Mitarbeiter in unverschlüsselter Form enthalten. Das Rechercheteam konnte demnach eine Datei namens Passwort.docx einsehen, in der teils schwache Passwörter wie "Sonnenschein13" oder "Ahabostsee123" enthalten sein sollen.

Insgesamt will Rhysida 5,79 TByte an Daten von den Berliner Senatsverwaltungen erbeutet haben. Laut Eintrag auf der Datenleckseite der Hacker umfasst der Datensatz 1,44 Millionen Dateien, darunter 77.939 juristische Dokumente, 55.553 Finanzdokumente, 46.522 Vertragsdokumente, 27.299 Personaldokumente sowie jeweils Tausende Geodaten, Infrastrukturdaten, Passwörter, E-Mails und Rufnummern.

Teilweise sollen auch Ausweise, Notfallpläne für kritische Infrastrukturen und als Verschlusssache deklarierte Unterlagen betroffen sein. Nach Angaben des Tagesspiegels sollen zudem einige Bankdaten in die Hände der Angreifer gelangt sein, die Personal "aus der höchsten Führungsebene" betreffen.

Hacker fordern Millionenzahlung in Bitcoin

Rhysida bietet die erbeuteten Daten aktuell zum Verkauf an und fordert als Bezahlung 30 Bitcoin, die derzeit für rund 2 Millionen Euro gehandelt werden. Am Ende des Beitrags auf der Datenleckseite der Angreifer ist ein Timer zu sehen, der am Freitagnachmittag abläuft. Es ist anzunehmen, dass die Hackergruppe die Daten vollständig veröffentlichen wird, sollte sich bis dahin kein Käufer finden.

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