Passport: Blackberrys neues Smartphone mit innovativer Tastatur

Der kanadische Hersteller Blackberry hat mit dem Passport sein neues Topsmartphone vorgestellt. Das Passport hat wie die beiden Vorjahresmodelle Q10 und Q5 eine Hardware-Tastatur unter dem quadratischen Display, ist insgesamt aber von der Form her breiter - und erinnert tatsächlich an die Form eines Passdokuments. Die Maße des Smartphones betragen 128 x 90,3 x 9,3 mm.

Das 4,5 Zoll große Display hat eine Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixeln, was eine Pixeldichte von 453 ppi ergibt. Der Bildschirm ist durch Gorilla Glass 3 von Corning vor Kratzern geschützt. Direkt unterhalb des Displays befindet sich die dreizeilige Hardware-Tastatur, die neben Buchstaben lediglich eine Enter-, Space und eine Delete-Taste bietet. Satzzeichen werden - wie bei vorigen Modellen auch - über den Bildschirm eingegeben.






Erstmals ist die Hardware-Tastatur aber auch Touch-fähig - der Nutzer kann über die Tasten streichen und so zahlreiche Eingaben machen. Die naheliegendste Funktion ist, mit Fingerbewegungen auf dem Keyboard den Bildschirm zu scrollen. So können Nutzer - ähnlich wie bei den alten Blackberry-Geräten mit Scrollrad bzw. Sensorfeld - durch Dokumente scrollen, ohne auf den Bildschirm fassen zu müssen.
Wischgesten auf der Hardware-Tastatur
Zudem können Nutzer Wischgesten nutzen, um vorgeschlagene Wörter einzufügen. Soll beispielsweise das Wort "Hallo" getippt werden, erscheint das Wort nach den ersten Buchstaben bereits in der Vorschlagsleiste direkt über der Tastatur. Je nachdem, ob das Wort links oder rechts steht, muss der Nutzer nur noch auf der entsprechenden Seite seinen Finger nach oben wischen, um es einzufügen - eine Auswahl auf dem Display ist nicht nötig. Auf die gleiche Weise werden auch Satzzeichen eingefügt. Mit weiteren Wischgesten können auch Wörter gelöscht und der Cursor bewegt werden.
Das Passport wird mit dem neuen BB10.3 ausgeliefert, das unter anderem einen verbesserten Blackberry Hub hat. Durch einen Wisch von links in das Display hinein kann der Nutzer beim Blackberry Hub seine Nachrichten und Benachrichtigungen leicht einsehen. Neu ist die Funktion Instant Actions: Wird diese am oberen rechten Bildrand aktiviert, stehen dem Nutzer bei seinen Benachrichtigungen passende Kurzbefehle zur Verfügung.
Sprachassistent und Amazons App Store
Neu ist auch der Sprachassistent Blackberry Assistant: Dieser bietet dem Nutzer ähnlich wie Apples Siri oder Google Now die Bedienung per Sprachkommandos an. Alternativ können Fragen und Anweisungen auch getippt werden. Je nachdem, wie der Nutzer seine Frage eingibt, wird auch geantwortet: Eine schriftliche Eingabe wird keine gesprochene Antwort nach sich ziehen.






Wie alle bisherigen BB10-Versionen können Nutzer auch bei BB10.3 Android-Apps installieren. Um dies künftig einfacher zu gestalten, ist Amazons App Store auf dem Passport bereits vorinstalliert. Dies dürfte vielen Nutzern das Aufspielen von Android-Apps erleichtern. Gleichzeitig steht wie bisher die Blackberry World zur Verfügung, Blackberrys eigener App-Store.
Snapdragon 800 und 3 GByte RAM
Im Inneren des Passport arbeitet ein Snapdragon-800-Prozessor mit vier Kernen und einer Taktrate von 2,2 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß, der eingebaute Flashspeicher 32 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten bis 128 GByte ist eingebaut. Auf der Rückseite befindet sich eine 13-Megapixel-Kamera, die Frontkamera für Videotelefonie hat 2 Megapixel.
Das Passport unterstützt neben Quad-Band-GSM und UMTS auch LTE sowie WLAN nach 802.11a/b/g/n und dem schnellen Standard ac. Bluetooth läuft in der Version 4.0 LE, ein GPS-Modul und ein NFC-Chip sind eingebaut.
Der nicht ohne Weiteres wechselbare Akku hat eine Nennladung von 3.450 mAh und soll eine Standbyzeit von 18,5 Tagen im UMTS-Betrieb ermöglichen. Die Sprechzeit gibt Blackberry mit 23 Stunden im UMTS-Betrieb an. Videos sollen bis zu zwölf Stunden lang wiedergegeben werden können.
In Deutschland für 650 Euro vorbestellbar
Das Passport kann ab sofort über die Internetseite von Blackberry(öffnet im neuen Fenster) ohne Vertrag für 650 Euro vorbestellt werden. In den USA kostet das Smartphone 600 US-Dollar und ist damit günstiger als die meisten Top-Geräte der Konkurrenz.



