Passives Einkommen für ITler: Der Traum, der zum Albtraum wird
Das Versprechen ist bekannt: Man baut nebenbei ein Produkt, setzt ein paar Automationen drauf, dann läuft's. Passives Einkommen, das klingt in der IT nach Skalierung, Automatisierung und Freiheit: ein kleines SaaS, ein Kurs auf einer Plattform, ein paar Notion-Templates im Shop und irgendwann bezahlt sich die Arbeit von selbst. Linkedin ist voll davon. Freelancer posten Screenshots von Stripe-Dashboards, Youtuber erklären in 12 Minuten, wie man mit einem digitalen Produkt "im Schlaf Geld verdient", und in jeder zweiten Indie-Hacker-Community lautet das Mantra: "Build once, sell forever."
Die Realität beginnt meist ein paar Wochen nach dem Launch. Dann ist das Produkt nicht passiv, sondern still. Und das ist nicht dasselbe. Die Einnahmen bleiben aus, die ersten Supportanfragen kommen trotzdem und plötzlich haben Entwickler nicht weniger Arbeit, sondern mehr. Wie sich das vermeiden lässt und wie aus einer Idee ein tragfähiges Nebenprodukt wird.