Abo
  • Services:

Passgedanke: Ich denke, also erkennt mich mein Computer

Das Denken wird zum biometrischen Merkmal: Forscher in den USA haben ein biometrisches System entwickelt, das Hirnströme erkennen und als Passwort nutzen kann. Das Lesegerät haben sie in einem Gegenstand versteckt, den die meisten ohnehin dabei haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Menschliches Gehirn (Symbolbild): Sport, Stress, Alkohol, Koffein oder die Stimmung beeinflussen die elektrischen Signale, die das Gehirn erzeugt.
Menschliches Gehirn (Symbolbild): Sport, Stress, Alkohol, Koffein oder die Stimmung beeinflussen die elektrischen Signale, die das Gehirn erzeugt. (Bild: Jeremiah Wander/University of Washington)

Denk an dein Passwort, und du bist eingeloggt: US-Forscher haben ein neues Verfahren für eine biometrische Authentifizierung entwickelt. Der Nutzer meldet sich durch sein Denken an.

Stellenmarkt
  1. Automotive Safety Technologies GmbH, Ingolstadt
  2. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim

Das System von John Chuang und seinem Team von der Universität von Kalifornien in Berkeley nutzt Hirnstromwellen als biometrisches Merkmal. Arbeitet das Gehirn, erzeugt es ein charakteristisches Muster von Wellen, die mit Elektroenzephalographie-Elektroden (EEG) gemessen werden.

Die Hirnströme werden zum Passwort

Die Idee zu einem Passthought, also Passgedanken, ist schon älter. Ein Passgedanke dürfte schwieriger zu fälschen sein als Fingerabdrücke oder das Gesicht. Allerdings fehlte bisher ein praktikables Lesegerät. Wer möchte schon ein EEG-Headset wie Mindwave von Neurosky mit sich herumtragen, nur um sich an einem Gerät anzumelden?

Immerhin: Chuang und seine Kollegen haben Mindwave getestet und konnten einen Probanden mit einer Genauigkeit von über 99 Prozent identifizieren. Das System funktioniert also sehr gut. Vielleicht, so überlegten sie, lässt sich es sich in ein Gerät integrieren, das viele ohnehin mit sich herumtragen.

Die Elektrode im Ohrhörer wird getestet

Die Forscher bauten also die Elektrode aus dem Headset aus und in einen Ohrhörer ein. Dieses rudimentäre System testeten sie mit einer Gruppe aus zwölf Probanden. Die Forscher ließen sie jeweils zweimal fünf Denkaufgaben erledigen. Der EEG-Ohrhörer erkannte die Person mit einer Treffergenauigkeit zwischen 72 bis 80 Prozent

Die Forscher um Chuang haben das System kürzlich auf der Konferenz Engineering in Medicine and Biology Society vorgestellt. Als Nächstes wollen sie das System zu einem serienreifen Produkt weiterentwickeln. Dazu gehört, die Genauigkeit zu verbessern.

Sport beeinflusst Hirnströme

Das gilt vor allem für Situationen, in denen der Nutzer nicht entspannt ist. So fanden Chuang und sein Sohn heraus, dass Sport einen starken Einfluss auf die Hirnaktivität hat: Nach einer Sportübung kann es eine Minute dauern, bis Hirnstromwellen wieder zu ihrem normalen Muster zurückkehren. Auch Stress, Alkohol, Koffein oder die Stimmung können die elektrischen Signale, die das Gehirn erzeugt, beeinflussen.

Ein serienreifes System muss damit umgehen können. Sollte es robust genug sein, wäre es aber sicher praktisch: Denn damit könnte schon das Nachdenken über ein vergessenes Passwort das Passwort sein.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

zwangsregistrie... 01. Sep 2016

Geil wäre das auf Arbeit. Sobald es stressig wird. Chef ich geh heim, kann mich nicht...

stundra 01. Sep 2016

Leider gibt es viele Situationen, bei denen man auch aufgewühlt oder unter Stress ist...

Lifets2 01. Sep 2016

Was da die Betazoiden und die Vulkanier schon in ihren Genen haben, das holen sich die...


Folgen Sie uns
       


Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo)

Der adaptive Controller von Microsoft hilft Menschen mit Behinderung beim Spielen.

Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo) Video aufrufen
EU-Urheberrechtsreform: Wie die Affen auf der Schreibmaschine
EU-Urheberrechtsreform
Wie die Affen auf der Schreibmaschine

Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media darf Google weiterhin bevorzugen
  2. EU-Verhandlungen Regierung fordert deutsche Version des Leistungsschutzrechts
  3. Fake News EU-Kommission fordert Verhaltenskodex für Online-Plattformen

Black-Hoodie-Training: Einmal nicht Alien sein, das ist toll!
Black-Hoodie-Training
"Einmal nicht Alien sein, das ist toll!"

Um mehr Kolleginnen im IT-Security-Umfeld zu bekommen, hat die Hackerin Marion Marschalek ein Reverse-Engineering-Training nur für Frauen konzipiert. Die Veranstaltung platzt inzwischen aus allen Nähten.
Von Hauke Gierow

  1. Ryzenfall CTS Labs rechtfertigt sich für seine Disclosure-Strategie
  2. Starcraft Remastered Warum Blizzard einen Buffer Overflow emuliert

Noctua NF-A12x25 im Test: Spaltlos lautlos
Noctua NF-A12x25 im Test
Spaltlos lautlos

Der NF-A12x25 ist ein 120-mm-Lüfter von Noctua, der zwischen Impeller und Rahmen gerade mal einen halben Millimeter Abstand hat. Er ist überraschend leise - und das, obwohl er gut kühlt.
Ein Test von Marc Sauter

  1. NF-A12x25 Noctua veröffentlicht fast spaltlosen 120-mm-Lüfter
  2. Lüfter Noctua kann auch in Schwarz
  3. NH-L9a-AM4 und NH-L12S Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

    •  /