Abo
  • Services:

Parsey McParseface: Google gibt extrem guten Syntax-Parser frei

Zum Erkennen natürlicher Sprache hat Google ein neues Modell zum Parsen der Syntax entwickelt und mit seinem Deep-Learning-Framework Tensorflow implementiert. Der daraus erstellte Englisch-Parser Parsey McParseface soll die derzeit beste maschinelle Erkennungsrate für Syntaxbäume aufweisen.

Artikel veröffentlicht am ,
Parsey McParseface ist ein erstaunlich guter Parser.
Parsey McParseface ist ein erstaunlich guter Parser. (Bild: Robert Scoble/CC-BY 2.0)

Die Forschungsabteilung von Google hat ein neues Modell zum Erkennen der Syntax natürlicher Sprache (PDF) entwickelt und in sein eigenes Framework Tensorflow implementiert. Das so entstandene neuronale Netz Syntaxnet kann frei wiederverwendet werden. Google selbst hat damit den Englisch-Parser Parsey McParseface erstellt, der nun ebenfalls frei zur Verfügung steht.

Weltweit bester Parser

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim
  2. Bosch Gruppe, Hildesheim

Mit dem etwas ungewöhnlichen Namen spielt Google offensichtlich auf Boaty McBoatface an, einen Namensvorschlag für ein neues britisches Polarforschungsschiff. Zum Trainieren des Parsers haben die Beteiligten auf die Standardkorpora der Penn Treebank, Onto Notes sowie der English Web Treebank zurückgegriffen. In Benchmarks mit Sätzen aus Zeitungen habe Parsey McParseface die inneren Abhängigkeiten und damit die syntaktischen Strukturen der getesteten Sätze zu über 94 Prozent korrekt erkannt. Das sei die derzeit beste Erkennungsrate einer Maschine für Englisch.

Die Übereinstimmungsrate zum Annotieren der Syntaxbäume durch darauf trainierte Sprachwissenschaftler schätzt Google auf etwa 96 bis 97 Prozent. Die Rate von Personen, die darin keine Übung haben, fällt wahrscheinlich deutlich geringer aus. Dies lege nahe, dass Maschinen langsam menschliche Leistungen erzielten. Allerdings gelte das nur für wohlgeformte und damit eher einfache Sätze. Die Rate für Sätze aus Googles Webtreebank liege bei lediglich 90 Prozent.

Die größten Probleme zum korrekten Erkennen bereiten Google zufolge zurzeit noch jene Sätze, die ein gewisses Weltwissen und Kontext voraussetzen. An diesem Problem will das Team weiter arbeiten und Methoden entwickeln, mit denen dieses Weltwissen maschinell erlernt werden kann.

Neuronales Netz verarbeitet Ambiguitäten

Syntaxnet arbeitet zunächst wie viele andere Systeme auch und weist nach der entsprechenden Trainingsphase Wörtern ihre Wortarten über ein Lexikon zu. Anschließend versucht der Parser, einzelne Abhängigkeiten innerhalb des Satzes zu erkennen, also etwa direktes und indirektes Objekt einem Verb zuzuweisen. Dies geschieht schrittweise, vergleichbar dem Lesen eines Textes von links nach rechts.

Mögliche Doppeldeutigkeiten eines Satzes werden dabei mit Hilfe des neuronalen Netzes gelöst. Zu jedem Zeitpunkt des Parsingvorgangs gibt es verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten, einen Syntaxbaum aufzubauen, das neuronale Netz ordnet den Möglichkeiten dann Wahrscheinlichkeiten für ihre Plausibilität zu. Mittels der sogenannten Beam-Suche werden dabei möglichst lange verschiedene Hypothesen parallel zueinander aufrechterhalten und gegeneinander abgewogen. So können auch noch relativ spät im Parsevorgang mögliche Fehler erkannt und korrigiert werden.

Der Quellcode von Syntaxnet und Parsey McParseface steht auf Github bereit. Dort erläutert Google auch relativ ausführlich, wie mit Hilfe eigener Daten aus Baumdatenbanken das Modell genutzt werden kann, um selbst einen Parser zu erstellen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten
  3. 482,99€ inkl. Versand (aktuell günstigste GTX 1080)

Eheran 14. Mai 2016

Gott, ist der Film wirklich so schlecht? :o

eni23 14. Mai 2016

Der Name stammt aber eindeutig von "hooty mcowlface".. Das mit dem Boot ist recht neu..

OhYeah 14. Mai 2016

Mimimimi. Mach dir lieber Sorgen um die Regierung und deren Überwachungsorgane.


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  2. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam
  3. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

    •  /