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Parkverbot: Paris verbannt E-Scooter komplett vom Bürgersteig

Die Pariser Stadtverwaltung zieht Konsequenzen aus dem E-Scooter-Boom. Tausende zusätzliche Parkzonen sollen markiert werden.
/ Friedhelm Greis
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Unkonventionell geparkte E-Scooter in Paris (Bild: Christian Hartmann/Reuters)
Unkonventionell geparkte E-Scooter in Paris Bild: Christian Hartmann/Reuters

In Paris dürfen Nutzer von elektrischen Tretrollern die Fahrzeuge nicht mehr auf dem Gehweg parken. Ein entsprechendes Verbot veröffentlichte die Stadtverwaltung am Dienstag im Bulletin Officiel ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ). Demnach ist das Parken der E-Scooter auf Bürgersteigen, in Fußgängerzonen und auf den Straßen verboten. Erlaubt sind nur noch bezahlte Parkplätze sowie spezielle Parkbereiche für motorisierte Zweiräder.

Die Stadtverwaltung begründet das Verbot in einer Mitteilung (öffnet im neuen Fenster) mit dem "anarchischen" Parken der E-Scooter, das beispielsweise die Bewegungen von Eltern mit Kinderwagen oder behinderten Menschen einschränke. Das Falschparken solle künftig 35 Euro kosten. Wer mit dem E-Scooter auf dem Bürgersteig fährt, muss sogar 135 Euro zahlen.

40.000 Fahrzeuge erwartet

Die Stadt will allerdings bis Ende des Jahres zusätzliche 2.500 Parkzonen speziell für die rund 15.000 E-Scooter auf den Straßen markieren. Die Nutzer werden zunächst nur darum gebeten, dort ihre Roller abzustellen. Später könnte das Parken dort verpflichtend werden. Die Stadt geht davon aus, dass es bis zum Jahresende 40.000 Roller werden könnten. Es wurde kritisiert, dass anders als vorgesehen die Regierung noch keine landesweit geltende gesetzliche Regelung durchs Parlament gebracht hat.

In deutschen Städten wie Berlin gibt es bislang noch keine entsprechenden Einschränkungen beim Abstellen der Roller. Es gibt für die Anbieter jedoch Vorgaben, nicht zu viele Fahrzeuge an derselben Stelle zu deponieren. Das Fahren auf Gehwegen ist allerdings auch in Deutschland nicht erlaubt. Entsprechende Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) waren von den Ländern abgelehnt worden.


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