Abo
  • Services:

Startups entwickeln neue Sensoren

Kein Wunder, dass der Senat derzeit nach anderen Systemen Ausschau hält. So sollen in Kürze 16 Ladesäulen mit piezoelektrischen Sensoren des Münchner Startups Park Here ausgestattet werden. Diese reagieren auf den Druck der Fahrzeuge. Sie benötigen keine Energiequelle und sollen dem Hersteller zufolge 25 Jahre lang halten. Aufgebracht werden sie mit herkömmlichen Geräten zur Fahrbahnmarkierung. Derzeit testet die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für ihr Carsharing-Angebot das System.

Stellenmarkt
  1. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. BWI GmbH, Nürnberg, München, deutschlandweit

Mit Magnetfeldsensoren will Berlin vorerst jedoch nichts mehr zu tun haben. Zu schlecht waren die Erfahrungen mit dem System des niederländischen Herstellers Nedap. Der Abschlussbericht nennt gleich fünf Punkte, die zu dem Fehlschlag beigetragen haben könnten: "Abschirmung der Signalübertragung durch die Ladestation und den Belag des Parkplatzes (schwache Batterie der eingebauten Sensoren), fehlerhafte Kalibrierung der Sensoren bei der Inbetriebnahme, mangelnde Funktionsfähigkeit der Sensoren, Störungen durch benachbart parkende Fahrzeuge, Softwarefehler".

Als wahrscheinliche Ursache für die unvollständigen Datensätze nennt der Bericht die Abschirmung des Empfängers durch das Metallgehäuse der Ladestationen. "Gerade die in Berlin von Vattenfall eingesetzten Ladestationen der Firma Mennekes zeichnen sich durch ein besonders robustes und schweres Gehäuse aus", heißt es. Die Abschirmung sei vermutlich letztendlich auch die Ursache für die Unstimmigkeiten bei den übermittelten Daten der Sensoren. Durch die damit verbundene geringe Signalstärke lasse sich das System zum einen schlechter kalibrieren, zum anderen könnten Störeinflüsse leichter das Ergebnis überlagern.

Nürnberger Startup verspricht bessere Detektionsquoten

Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch, dass die Magnetfeldtechnik nicht prinzipiell für die Fahrzeugdetektion ungeeignet sein muss. Wobei die Erfahrungen von Bosch wiederum dafür sprechen, dass es mit diesem Konzept grundsätzliche Probleme gibt. Ein Nürnberger Startup lässt sich davon jedoch nicht beirren. Die Smart City System GmbH wurde mit ihrem Parking Pilot kürzlich in das Inkubator-Programm des Volkswagen-Konzerns in Dresden aufgenommen.

Dort sollen die Jungunternehmer - Studenten zwischen 21 und 25 Jahren - ihr Produkt in den nächsten Monaten weiterentwickeln. Es gibt bereits Pilotprojekte in Hof, Nürnberg und Erlangen. Selbst in Berlin sind am Ostbahnhof zwei Lade-Parkplätze mit den Sensoren ausgestattet. Jedoch nicht von der Senatsverwaltung, sondern vom privaten Parkmanagement-Anbieter Mobilet.

Einen Erfolg dürfte das Konzept jedoch nur dann versprechen, wenn der Kalibrierungsaufwand in einem gewissen Rahmen gehalten werden kann. Laut Parking Pilot wird jeder Sensor einzeln kalibriert und dann in das System eingebunden. Hier scheinen andere Sensoren, wie das Kamerasystem des Münchner Startups Cleverciti Systems, noch Vorteile zu haben. Auch beim Drucksensor von Park Here gibt es nicht solche Kalibrierungsprobleme.

Hersteller mit eigenen Parkplatz-Apps

Dass das Thema Parkplatzsuche für große Firmen im Automobilbereich interessant ist, zeigt auch die jüngste Akquise des Zulieferers Continental. Dieser übernahm in der vergangenen Woche das Münchner Startup Parkpocket, das eine App mit Parkplatzdaten von Parkhäusern oder anderen Anbietern entwickelt hat. Hersteller wie VW (We Park) oder BMW (Parknow) haben inzwischen schon eine eigene App für diesen Zweck auf den Markt gebracht. Damit lassen sich über das Smartphone in Städten wie Berlin und Hamburg schon die Parkplatzgebühren bezahlen.

Solche Apps wären natürlich umso praktischer, je mehr freie Parkplätze in Echtzeit angezeigt werden könnten. Ob es die kleinen Startups wirklich besser hinbekommen als die großen Konzerne, werden die nächsten Pilotprojekte zeigen.

 Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 99,90€
  2. 399€ (Wert der Spiele rund 212€)
  3. ab 225€

gadthrawn 26. Sep 2017

Viele Kameras haben mangelhafte Sicherheit und werden nach Verkauf kaum gepflegt. Wie...

k@rsten 24. Sep 2017

Zum Beispiel?

LinuxMcBook 20. Sep 2017

All das setzt aber voraus, dass sich jemand die Mühe macht und die Verschlüsselung der...

LinuxMcBook 20. Sep 2017

Du hast noch nicht die Frage beantwortet, wieso man auf Privatparkplätzen nicht deswegen...

quark2017 20. Sep 2017

Na wenn ihr beiden so tolle Experten seid, dann bewerbt euch doch bei Bosch ;-) Mal eine...


Folgen Sie uns
       


Demo gegen Uploadfilter in Berlin - Bericht

Impressionen von der Demonstration am 23. März 2019 gegen die Uploadfilter in Berlin.

Demo gegen Uploadfilter in Berlin - Bericht Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck

  1. Urheberrecht Axel-Springer-Verlag klagt erneut gegen Adblocker
  2. Whitelisting erlaubt Kartellamt hält Adblocker-Nutzung für "nachvollziehbar"
  3. Firefox Klar Mozilla testet offenbar Adblocker

Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
Swobbee
Der Wechselakku kommt wieder

Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
  2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
  3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck


      •  /